Münsteraner wollte Hund aus Wasser retten
Mo., 06.02.2012
Nach Werse-Unglück: 60-Jähriger verstorben
Taucher bargen den 60-jährige Münsteraner aus der Werse.
Münster - Der Mann, den die Feuerwehr am vergangenen Freitag aus der Werse geborgen hat, ist am Freitag auf der Intensivstation gestorben. Das bestätigten am Montag Uniklinik und Polizei Münster. Der 60-Jährige aus Münster war vermutlich seinem Hund, der ins Eis eingebrochen war, hinterhergestiegen, um ihn zu retten. Er hinterlässt seine Ehefrau.
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"Die Körpertemperatur lag bei 19 Grad Celsius", sagte Polizeisprecherin Alexandra Kampmann-Kriens. "Ab einer Körpertemperatur von 28 Grad Celsius wird es kritisch", sagte Dr. Martin W. Baumgärtel, Facharzt für Innere Medizin am St. Franziskus-Hospital. Dennoch bestünden auch bei Temperaturen weit darunter Überlebenschancen, deshalb sollten Passanten in jedem Fall "die Rettungskette in Gang setzen, aber auf keinen Fall hinterherspringen".
Der Mann aus Münster war seinem Berner-Sennenhund vermutlich aufs Eis gefolgt, nachdem dieser eingebrochen war. Abgelegte Kleidung deutete am Freitag darauf hin, dass der Mann seinen Hund, den die Feuerwehr nur noch tot bergen konnte, retten wollte. Ein Passant hatte den Mann und den Hund im Wasser auf Höhe der Straße Holtkamp entdeckt und die Feuerwehr alarmiert.
