Närrische Tänze

Di., 21.02.2012

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Beine hoch aus Leidenschaft

Närrische Tänze : Beine hoch aus Leidenschaft

Bei den Schlossgeistern ist der karnevalistische Tanzsport das Aushängeschild der Gesellschaft. Foto: jvg

Münster - 

Früher war der Karnevalstanz nicht viel mehr als eine unterhaltsame Einlage. Mittlerweile hat er sich allerdings zu echtem Leistungssport gewandelt. Die Deutsche Meisterschaft findet im März in Münster statt.

Von Jennifer von Glahn

Von den münsterischen Bühnen ist der karnevalistische Tanz in der fünften Jahreszeit nicht wegzudenken. Was oftmals so leicht, munter und närrisch aussieht, bedeutet für die aktiven Tänzer eine Menge Arbeit und regelmäßiges, hartes Training. „Was früher ein belustigendes Tänzchen auf einer Karnevalsrevue war, ist heute niveauvoller Leistungssport“, berichtet Jürgen Felmet. Der Vorsitzende vom Tanzsportverein der Karnevalsgesellschaft „Die Schlossgeister“ ist ein Experte, wenn es um karnevalistischen Leistungssport geht.

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Im März richten Die Schlossgeister die 41. Deutsche Meisterschaft im Tanzsport aus. 13.000 Gäste werden erwartet, 5000 Aktive aus ganz Deutschland strömen zum Turnier, das Disziplinen vom Schautanz über Mariechen bis hin zum Gardetanz bereit hält. Die Schlossgeister rücken Münster in den Mittelpunkt des närrischen Tanzgeschehens.

Ganz besonders wichtig ist den Schlossgeistern die Unterstützung der Jugend. Sportliche Betätigung, aktives Vereinsleben, Freundschaft und Solidarität stehen bei den Garden an erster Stelle. Ausgebildete Trainerinnen unterstützen Anfänger wie Fortgeschrittene. „Jeder, der Spaß am Tanzen hat, ist willkommen“, so Präsident Reinhard Entrup.

Nicht umsonst werden die Schlossgeister als „Die tanzende Gesellschaft“ bezeichnet. Sie verfügen über drei weibliche Garden und ein Männerballett. Die älteste Garde ist das erste münsterische Amazonentanzcorps, das 1959 als gemischte Garde gegründet wurde. 1973 kamen die kleinsten Tänzerinnen hinzu, die Schlosshüpfer. Ein Jahr später folgte eine Jugendgruppe, die Herz-Trumpf-Garde.

Heute sind die Garden das Aushängeschild der Gesellschaft – und höchst erfolgreich. Vier bis fünfmal trainieren die Tanzsportgruppen pro Woche, um immer neue Choreographien, Sprünge, Schrittfolgen und Figuren einzuüben. „Die Tanzgarden sind genauso leistungsorientiert wie jede andere Sportart“, sind sich Felmet und Entrup einig. Sportliche Erfolge gehören bei den Schlossgeistern dazu – schließlich kennt sich die Gesellschaft im karnevalistischen Tanzsport bestens aus. Acht Turniere, zwei Westfalenmeisterschaften – davon die erste 1975 – zwei Semi-finale und die Deutschen Meisterschaften 1979, 1990, 1997 und 2005 haben die Schlossgeister bereits ausgerichtet.


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