Für beide Sekundarschulen gibt es jeweils 91 Anmeldungen
Nottuln darf eine Klasse mehr als Roxel bilden

Münster -

Es wird sich wahrscheinlich nichts mehr daran ändern: In Roxel starten an der neuen Sekundarschule im neuen Schuljahr drei Klassen mit insgesamt 84 Schülern. 91 Kinder waren dort angemeldet worden, und der designierte Schulleiter Reiner von Borzyskowski hatte jetzt die unerfreuliche Aufgabe, sieben angemeldete Kinder auszulosen, deren Anmeldung nun abgewiesen wurde.

Montag, 12.03.2012, 07:03 Uhr

Für beide Sekundarschulen gibt es jeweils 91 Anmeldungen : Nottuln darf eine Klasse mehr als Roxel bilden
Reiner von Borzyskowski Foto: Matthias Ahlke

Auch an der neuen Sekundarschule im benachbarten Nottuln sind 91 Kinder angemeldet worden. Dort werden aber, anders als in Roxel , vier Parallelklassen gebildet. Eigentlich sei dies erst ab einer Zahl von mindestens 100 Anmeldungen möglich, erläutert eine Sprecherin der Bezirksregierung Münster. Weil sich die neue Sekundarschule aber aus einer bischöflichen Realschule, also einer sogenannten Ersatzschule, heraus bilde, sei die Ausnahme möglich gewesen. „Sollten bis zum Sommer in Nottuln nicht 100 Kinder zusammenkommen, kann es sein, dass das Land der Schule sämtliche Kosten erstattet“, so die Sprecherin. In diesem Fall gebe es aber die Möglichkeit, dass das Bistum die Lücke decke.

Reiner von Borzyskowsi, der in Roxel nach aktuellem Stand eine integrative Klasse mit 26 Kindern und zwei Klassen mit jeweils 29 Schülern bilden wird, führt unterdessen eine Nachrücker-Liste – in der vagen Hoffnung, dass es doch noch zu einer nennenswerten Zahl von Nachmeldungen kommen sollte. Seine Schule werde auch von lernbehinderten Kindern aus Nottuln besucht. Sie nämlich, so von Borzyskowski, würden in der dortigen neuen Sekundarschule nicht aufgenommen. In Roxel werden in einer Klasse 20 nicht behinderte Kinder und sechs Kinder mit Förderbedarf – fünf Lernbehinderte und ein geistig behindertes Kind – gemeinsam unterrichtet.

Das Gros der Kinder der neuen Roxeler Schule kommt aus Roxel, Nienberge, Albachten, Gievenbeck und Mecklenbeck, einige auch aus anderen Stadtteilen – und eben aus Nottuln. Abgesehen von den Kindern mit Förderbedarf haben etwa jeweils die Hälfte der künftigen Schüler eine Hauptschul- beziehungsweise eine Realschul-Empfehlung. Von Borzyskowski: „Die meisten Eltern, die unsere Schule gewählt haben, wollen, dass ihre Kinder länger gemeinsam lernen.“

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