Do., 01.03.2012

Neuer Münster-Comic Kim Luna – die Wissenschaftsagentin mit Sex-Appeal

Neuer Münster-Comic : Kim Luna – die Wissenschaftsagentin mit Sex-Appeal

Dietmar Krüger mit seinen Kim-Luna-Originalen, 48 detaillierten Tuschebildern auf Karton. Bei der Kolorierung hilft der Kollege Computer. Foto: Matthias Ahlke

Münster - 

Nach über fünf Jahren ist es nun fertig: „Kim Luna und der Fluch des Wiedertäufers“ erscheint Mitte März auf dem Markt. Am 18. März will Comic-Schöpfer Dietmar Krüger den Band bei der Film- und Comicbörse in der Halle Münsterland vorstellen.

Von Lukas Speckmann

Sie heißt Kim Luna . Das ist zwar furchtbar, aber ihr Erfinder will es so. Der Name soll ein bisschen verrückt, mondän und halbseiden klingen, passend zu einer echten Comic-Heldin. Denn genau das ist Kim Luna: Eine jugendliche, kampfsporterfahrene, doppelt promovierte Action-Wissenschafts-Agentin mit etwas zu viel Sex-Appeal. Ihr Fachgebiet ist die Parapsychologie, ihr Wohnsitz Münster .

Keine Frage: Der Zeichner Dietmar Krüger meint es ernst mit seinem neuen Münster-Comic. Und das heißt, dass er es eben nicht ganz so ernst meint. „Sie ist schon eine Figur, die nach vorne tritt und ihre Umgebung ein bisschen aufmischt“, sagt er lächelnd. Und die Umgebung ist das gute alte Münster, das in den sorgfältigen Zeichnungen von Dietmar Mai fast noch etwas perfekter aussieht als in Wirklichkeit.

Ein Münster-Comic? Zufall, dass dieses Genre gerade Hochkonjunktur hat, meint Dietmar Krüger, er arbeite schon seit Jahren an der Geschichte. Aber als selbstständiger Grafiker und Illustrator muss man halt sehen, wie man seine Brötchen verdient: mit Aufträgen für Zeitschriften, Kinderbücher und Werbeagenturen. Das erste eigene Comic-Album ist dagegen ein Steckenpferd für den ambitionierten Feierabend.

Nach über fünf Jahren ist es nun fertig: „Kim Luna und der Fluch des Wiedertäufers“ erscheint Mitte März beim Epsilon-Verlag. Am 18. März will Dietmar Krüger den Band bei der Film- und Comicbörse in der Halle Münsterland vorstellen.

Die krude Story ist nicht wirklich wichtig: Da gibt es eine Mordserie, einen höchst lebendigen Wiedertäufer, ein altes Schwert und allerhand Geisterhaftes, und zum Schluss nimmt Kim Luna einen Käfig am Turm der Lambertikirche auseinander. Viel wichtiger ist jedoch, dass dies alles in münsterischer Kulisse spielt und viel Lokalkolorit verströmt. Schloss, Stadttheater, Prinzipalmarkt, Aaseekugeln und Bücherei – alles da. Sogar die Physiognomien der beiden Tatort-Helden Thiel und Boerne sind kurz zu sehen, die gehören zum Inventar.

Man muss dem Künstler auch ein bisschen Freiheit lassen. Dass es den heutigen Turm der Lambertikirche im 16. Jahrhundert noch gar nicht gab – Schwamm drüber. Dafür sieht er gezeichnet richtig gut aus.

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