Mo., 21.05.2012

135. Generalversammlung 500 Unitarier feiern zusammen mit Kardinal Reinhard Marx

135. Generalversammlung : 500 Unitarier feiern zusammen mit Kardinal Reinhard Marx

Nach dem Pontifikalamt stellte sich der Münchner Erzbischof, Kardinal Reinhard Marx, mit den Chargierten der „Unitas Winfridia“ zum Erinnerungsfoto auf. Der Westfale Marx, zunächst Paderborner Weihbischof und später Bischof von Trier, ist seit seinem Promotionsstudium in den 1980er Jahren in Münster Mitglied des Studentenvereins. Foto: loy

Münster - 

Mit dem Pontifikalamt und einem Festakt im Theater ging die 135. Generalversammlung des „Verbandes der Wissenschaftlichen Katholischen Studentenvereine Unitas“ zu Ende. Prominentester Gast: Kardinal Reinhard Marx, Erzbischof von München und Freising.

Von Johannes Loy

In die blau-weiß-goldenen Farben der Unitas-Chargierten mischte sich gestern ein strahlendes Purpurrot. Der aus Geseke stammende Erzbischof von München und Freising , Kardinal Reinhard Marx , blieb nach dem Pontifikalamt in der Martinikirche nur kurz in der Sakristei und mischte sich dann fröhlich unter seine „Bundesbrüder“ und „Bundesschwestern“, die spontan ihr Bundeslied anstimmten. Mit dem Pontifikalamt und einem Festakt im Theater ging die 135. Generalversammlung des „Verbandes der Wissenschaftlichen Katholischen Studentenvereine Unitas“ in Münster zu Ende.

Angesichts der vielfältigen Umbrüche in Gesellschaft und Kirche rief Reinhard Marx, der in den 1980er Jahren während seines Promotionsstudiums in Münster Mitglied der jetzt gastgebenden Unitas Winfridia wurde, die rund 500 Unitarier in der Martinikirche dazu auf, den Wesenskern der österlichen Glaubenserfahrung nicht aus dem Blick zu verlieren. Entscheidend sei die Überzeugung, „dass Jesus lebt“. Kirche sei „keine Moralinstitution für Weltverbesserung“, sondern eine Zeugnisgemeinschaft für die zentrale Lebensbotschaft der Liebe Gottes zur Schöpfung und zum Menschen. Marx rief seine Bundesschwestern und Bundesbrüder auch beim anschließenden Festakt im Theater auf, mutig in die Welt hin­einzuwirken. Zentrale Grundlage einer sozialen Gesellschaft sei die unveräußerliche Würde des Menschen.

Vier Tage lang waren die 500 Unitarier in Münster unterwegs, die gastgebende Unitas Winfridia, die mit der Unitas Rolandia das Dondersheim an der Gasselstiege bewohnt, feiert in diesem Jahr ihr 110-jähriges Bestehen und legte sich mächtig ins Zeug, um den Aktiven und Ehemaligen aus vielen deutschen Universitätsstädten von München bis Hamburg ein attraktives Programm zu bieten.

Während der Plenarsitzungen im Stadthotel verabschiedeten die Unitarier eine Resolution gegen politischen Extremismus. „Wir engagieren uns für eine Gesellschaft der Vielfalt“, unterstrich Hendrik Koors, Organisator der Generalversammlung.

Neben den Regularien blieb Zeit für Begegnung und Gespräch. Besonders der farbenprächtige Festkommers sowie der Ball in der Halle Münsterland kamen bestens an. Die unitarische Familie fühlte sich in Münster sichtlich wohl.

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