Kinder-Uni zu den Gefahren des Internets
Cyber-Mobbing ist kein Spaß

Münster -

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Cyber-Mobbing und normalem Mobbing? Diese und andere Fragen zu den Gefahren des Internes beantworteten Dr. Torsten Porsch und Dr. Stephanie Pieschel bei der Kinder-Uni.

Samstag, 16.06.2012, 14:06 Uhr

Kinder-Uni zu den Gefahren des Internets : Cyber-Mobbing ist kein Spaß
Aufmerksam verfolgten die Teilnehmer die Ausführungen von Dr. Stephanie Pieschl und Dr. Torsten Porsch über die Gefahren des Internets. Foto: Oliver Werner

Die gute Nachricht vorweg:   Nur 17 Prozent der Junior-Studierenden der Kinder-Uni Münster sind schon einmal oder häufiger im Internet bedroht oder beleidigt worden. Das ist, verglichen mit älteren Jugendlichen, noch an der unteren Grenze. Dr. Stephanie Pieschl vom Psychologischen Institut der Universität erklärte gestern bei der Kinder-Uni Münster, dass bis zu 40 Prozent der befragten Jugendlichen schon einmal das so genannte „ Cyber-Mobbing “ erlebt haben.

Ihr Kollege Dr. Torsten Porsch war begeistert von den kleinen Studierenden: „Die haben genau die Fragen gestellt, die wir Erwachsene mit unseren Forschungen beantworten wollen.“ Wieso macht man so etwas eigentlich, andere via Internet ärgern? Wie kann man sich davor schützen? Wie kann man bösartige Gerüchte zum Beispiel im SchülerVZ wieder loswerden? Und was ist eigentlich der Unterschied zwischen Cyber-Mobbing und normalem Mobbing ?

Auf alle diese Fragen hatten Pieschl und Porsch natürlich auch Antworten: Viele würden denken, es sei doch nur ein Spaß, wenn sie verletzende Fotos oder Filme verbreiten. Einen ganz sicheren Schutz gebe es nicht, es sei wichtig, immer die Eltern und die Freunde zu informieren, wenn so etwas passieren. Um Beleidigungen wieder loszuwerden, solle man sie dem Anbieter der Internetseite melden. Und der Unterschied zwischen normalem und Cyber-Mobbing? „Im Internet kann es jeder sehen. Und man kann  es nur noch ganz schwer loswerden“, erklärte Pieschl.

Die Kinder wurden dabei selbst zum Untersuchungsobjekt. Mithilfe von Sendern beantworteten sie Fragen, die sofort ausgewertet auf der Leinwand erschienen. Danach nutzten 46 Prozent das Internet manchmal, 28 Prozent immerhin sehr häufig. 77 Prozent fanden eine Formulierung wie „Du Vollidiot! Keiner kann Dich leiden“ überhaupt nicht in Ordnung, 13 Prozent nicht ganz so schlimm, neun Prozent sogar absolut in Ordnung. Die Verbreitung alberner Fotos fand nur etwas mehr als die Hälfte indiskutabel, ein Viertel meinte, dass es nicht ganz so schlimm sei und 16 Prozent, das gehe schon in Ordnung.

Die nächste Kinder-Unifindet am 29. Juni statt. Prof. Dr. Wiebke Herzog wird dann erklären, was Vampire und Zebrafische gemeinsam haben. 

| www.kinderuni-

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