Di., 21.08.2012

Zu zweit is(s)t man weniger allein Erstes Social Dining Network gegründet

Zu zweit is(s)t man weniger allein : Erstes Social Dining Network gegründet

Der Münsteraner Rüdiger Ontrup hat die Geschäftsidee mit Julian Fürderer und Philipe Layani entwickelt. Foto: röv

Münster - 

Die Zahl „Zwei“ kann ziemlich gemein sein. Vor allem Singles ärgert sie gerne, wenn es im Supermarkt Lebensmittel für zwei Portionen gibt, Restaurant mit Paar-Menüs werben und die Barkeeper in der Happy-Hour den Duo-Drink für den Preis von einem mixen. Drei Männer aus Münster und Berlin möchten dieser Anti-Single-Esskultur nun einen Riegel vorschieben und haben ein Start-Up Unternehmen gegründet.

Von Marie Rövekamp

In ihrem Social Dining Network sollen sich Menschen, die ungern alleine essen, mit anderen zum Kochen oder Ausgehen verabreden. Und weil viele zu schüchtern sind, in einem Café oder Restaurant jemand anderen einfach anzusprechen, können sie im Internet zunächst vorsichtig ihre Fühler ausstrecken. „Unter Angebot ist eine gute Alternative zu Dating-Plattformen. Beim realen Treffen kann man entspannt herausfinden, mit wem die Chemie stimmt“, sagte der Geschäftsführer Rüdiger Ontrup ein paar Tage bevor das Internetportal am Freitag online ging.

Vor dem Kennenlernen steht aber erst einmal die Organisation des gemeinsamen Essens an, und die funktioniert so: Der Nutzer der Internetseite kann selbst ein Event organisieren oder vorgeschlagenen Verabredungen beitreten. Wenn er selbst ein eigenes Essen organisieren möchte, klickt er erst einmal an, wie er sich den Abend denn so vorstellt. Soll es zum Beispiel lieber privat und kuschelig sein oder ganz locker und ungezwungen.

Danach gibt er Ort, Zeit und gewünschte Gäste an. Unter den Mitgliedern des Netzwerks kann er auch ganz explizit Leute einladen, die dem User mit ihrem Steckbrief oder Bild besonders gut gefallen. „Das mit den Profilen ist ja bei Single-Börsen nicht anders. Nur dass man sich hier beim Essen viel entspannter beschnüffeln kann“, sagte Ontrup.

Wer aber nur ein Event besuchen, aber nicht organisieren möchte, der sucht einfach nach Veranstaltungen in seiner Nähe. Nimmt das denn aber nicht den spontanen Reiz, jemanden kennen zulernen? Irgendwann essen wir noch alle vor unseren Computern und skypen dabei. Nö – meinen die Geschäftsleute. Sie glauben vielmehr, die Welt rund um das Internet wieder besser miteinander verbinden zu können.

So könnten die User im allgegenwärtigen Internet schauen, wer mit ihnen auf einer Wellenlänge liegt, und dann den Schritt vor die Haustür wagen, um die Person(en) in der Realität richtig kennen zu lernen. Momentan kostet diese Kombi noch nichts, aber das wird sich mit der Zeit noch ändern. Und bis sie mit ihrer Idee Gewinne erwirtschaften, hoffen sie darauf, dass ihr Motto ankommt: Zu zweit is(s)t man einfach weniger allein.

www.unser-dinner.de

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