Di., 11.09.2012

Fünf Jungunternehmer entwickeln ein digitales Reservierungsbuch für Bars und Restaurants Günstig der Happy Hour entfliehen

Fünf Jungunternehmer entwickeln ein digitales Reservierungsbuch für Bars und Restaurants : Günstig der Happy Hour entfliehen

Yasha Tarani, Waldemar Wacker und Maximilian Fries (v.l.) haben die Geschäftsidee zusammen mit Michael Marder und Niels Busch nach und nach entwickelt. Foto: röv

Münster - 

Max ist Barkeeper im Enchilada. Und wer einmal während der Happy Hour dort gewesen ist, weiß, was das heißt: Stress pur. Dicht gedrängt rufen ihm die Gäste an der Theke ihre Cocktailwünsche zu, und damit er sie bei dem Stimmengewirr verstehen kann, muss er sich oft mit einem Ohr zu ihnen hinüberbeugen. Konzentriert greift er zum Shaker, mixt Schnaps, Sirup und Säfte, und nimmt dabei manchmal schon die nächste Bestellung entgegen. Erst nach der Happy Hour wird es langsam leerer und die Bar-Jungs können mal durchatmen. Anstrengend wird es dann noch einmal, wenn die letzten Gäste nicht gehen wollen und aus Minuten Stunden werden.

Von Marie Rövekamp

Um solche Schwankungen zwischen Hektik und Leerlauf auszugleichen, hat Max mit vier anderen jungen Männern aus Münster und Lüneburg das digitale Reservierungssystem „Resmio“ entwickelt. Das Prinzip dahinter sieht vor, dass Gäste weniger für einen Tisch bezahlen müssen, wenn sie vor oder nach den Stoßzeiten kommen. „Davon haben dann beide Seiten etwas, denn die Gäste müssen nicht ewig warten, und die Arbeitskräfte werden entlastet“, sagt Maximilian Fries.

In nur einer Minute können sich Bars, Cafés oder Restaurants das Online-Reservierungssystem herunterladen und auf ihrem Facebook-Profil in Form eines Buttons einbetten. „Das ist natürlich eine super Werbung, weil andere Facebook-Freunde sehen, dass man in dem Restaurant gewesen ist. Und Freunden vertraut man ja in der Regel mehr als irgendwelchen Kritiken“, erklärt Mitbegründer Yasha Tarani.

Mittlerweile haben die Jungunternehmer Kunden in über 20 deutschen Städten und werden vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie sowie dem Förderprogramm „GründerCampus“ der niedersächsischen Förderbank „Nbank“ unterstützt. Damit sie auch nach der Starthilfe noch an ihrem Projekt verdienen, müssen die Nutzer ihres Systems 50 Cent für jeden Gast, der über „Resmio“ reserviert hat, zahlen. „Dafür können sie sich aber viel Zeit sparen, denn über unser System läuft alles automatisch“, sagt Waldemar Wacker.

Praktisch ist die schnelle Reservierung auch für Berufstätige. Sie können sich ganz bequem einen Tisch für die Mittagspause freihalten und in einem Zusatzfeld bereits eintragen, was sie gerne essen möchten. „Und sie können zum Beispiel schreiben, ob sie Platz für einen Rollstuhl brauchen oder am Fenster sitzen möchten. Es ist also alles vorbereitet, wenn sie kommen“, sagt Yasha. Das Reservierungssystem hätte Max auch gerne im Enchilada, denn richtig stressig wird es in der Happy Hour, wenn auch noch das Telefon bimmelt.

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