Di., 09.10.2012

8000 Studienanfänger in Münster Start ins Studentenleben

8000 Studienanfänger in Münster : Start ins Studentenleben

Start ins Studentenleben: Die sechs Erstis im Fach Kommunikationswissenschaft müssen schon am Ende der Woche ihr erstes Referat halten. Foto: Karin Völker

Münster - 

Das Semester hat begonnen – und für 8000 Studienanfänger damit auch das Studentenleben in Münster.

Von Karin Völker

Seit gestern ist es wieder voll auf den Radwegen, Menschenpulks vor Mensen und Hörsälen – das Semester hat angefangen. Neu dabei: die über 8000 Anfänger an den Hochschulen, die seit gestern erste Erfahrungen mit dem Studieren machen.

Ein richtig entspannter Start sieht anders aus, finden die sechs „Erstis“, die sich am Mittag im Schlossfoyer nach der ersten Lehrveranstaltung austauschen. Ende der Woche schon ist das erste Referat fällig – ausgerechnet dem Thema „Reality-TV“ kommt die harte Wirklichkeit ins Studentenleben der Kommunikationswissenschaftler.

Dabei haben Leonie Loeser aus dem Kreis Soest und Robin Köhler aus Duisburg noch nicht einmal Zimmer gefunden. Immerhin gibt es für Studenten das NRW-Ticket, Pendeln kostet darum nichts. „Eines der Seminare fängt aber um 8.15 Uhr an – da müsste ich ungefähr um vier Uhr losfahren, um mit den Regionalzügen pünktlich da zu sein, überlegt Robin. Er wird wohl eher in Münster auf irgendeiner Couch übernachten.

Tobias Heintze , der im dritten Semester an der Uni studiert, hat mit seinem Mitbewohner beim AStA das WG-Sofa für obdachlose Erstis gemeldet – und erwartete gestern einen Wirtschaftsinformatik-Studenten, der im Nachrückverfahren seinen Studienplatz bekommen hat. „Ich hatte vor einem Jahr Glück bei der Wohnungssuche – das ist nicht selbstverständlich“, sagt Tobias.

Lennard Oestergard aus Hamburg ist jedenfalls heilfroh: Vor vier Tagen hat er nach wochenlanger Suche endlich eine Bleibe gefunden. Für ihn war die Uni Münster erste Wahl. Wäre er in der Heimatstadt geblieben, hätte er noch mehr Geld fürs Wohnen ausgeben müssen als er es jetzt tut.

Hamburg gehört nach einem aktuellen Preis-Check des WG-Portals bei Immobilienscout24 mit einem Durchschnittspreis von 353 Euro bundesweit zu den teuersten, Münster mit 294 Euro noch zu den eher teuren Uni-Städten. Und jetzt, zu Semesterbeginn, ist der Markt abgegrast, „die Probleme sind massiv“, sagt Philipp Breder vom AStA. Daran ändert für ihn auch nichts. dass ab dem 15. Oktober 100 Studentenzimmer in ehemaligen Wohnhäusern der britischen Armeee am Köhl- und Torminweg zur Verfügung stehen. Vermietet werden die Räume vom Studentenwerk.

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