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Fr., 30.11.2012

Mehr Geld für weniger Energie Evangelischer Kirchenkreis richtet Klimafonds im Wert von 930 000 Euro ein

Mehr Geld für weniger Energie : Evangelischer Kirchenkreis richtet Klimafonds im Wert von 930 000 Euro ein

Wollen Energie und Geld im Evangelischen Kirchenkreis sparen (v.l.): Sabine Terhaar, Superintendentin Meike Friedrich und Verwaltungsleiterin Marlies Fangmeier. Foto: bn

Münster - 

Der Kirchenkreis Münster stattet einen Klimaschutzfonds mit 930 000 Euro aus. Mit dem Geld sollen kirchliche Gebäude von 2013 bis 2020 energetisch saniert werden.

Von Günter Benning

Meike Friedrich hat einen Pilotenschein. Die neue Superintendentin des Evangelischen Kirchenkreises bemüht daher gerne luftige Bilder, um ihren Auftrag zu schildern. Bei ihrer ersten Synode lancierte sie denn auch ein Pilotprojekt, das die Luft klarmacht. Mit 930 000 Euro stattet der Kirchenkreis einen Klimaschutzfonds aus, mit dem von 2013 bis 2020 kirchliche Gebäude energetisch saniert werden sollen.

„Kirche schütze Klima“ ist das Motto. Friedrichs war von der Zustimmung unter den 100 Synodalen begeistert: „Das war erfrischend, mutig und vorausschauend.“

Das Klimaschutzprojekt wird bereits seit drei Jahren mit der münsterischen Organisation „fairPla.net“ vorbereitet. Sabine Terhaar organisiert seit Jahren praktische Investments in die Energiezukunft. Auch in den Kirchengemeinden soll Geld bei Mitgliedern gesammelt werden, das mit mittleren Laufzeiten und kleiner Rendite in Energiemaßnahmen fließt.

„Dabei geht es vor allem um Projekte“, so Terhaar, „die sich erst langfristig, also nach 25 Jahren rentieren“. Hierfür Bankkredite aufzunemen sei schwierig. Unterstützt werden auch nur Objekte wie Gemeindezentren oder Kindergärten. Keine Pfarrhäuser. Terhaar: „Man kann nicht sagen, wie sie in 20 Jahren genutzt werden.“

Die finanzielle Situation des Kirchenkreises ist 2013 besser als bisher. Grund: 2700 neue Mitglieder rechnen seit 2011 mit, das erhöht den Anteil an der Kirchensteuer um 700 000 Euro. Neben der Zuweisung von sechs Millionen Euro für alle Gemeinden fließen daher im kommenden Jahr noch einmal fünf Euro pro Gemeindemitglied (539 000 Euro). Insgesamt erwartet der Kreis 11,3 Millionen Euro Kirchensteuereinnahmen.



Zwei Fragen an Meike Friedrich:

Der Münsterländer gilt eher als steif. Wie fanden Sie Ihre erste Synode?

Friedrich: Steif? Das gilt für die evangelischen Münsteraner überhaupt nicht. Ich habe eine Versammlung von Menschen erlebt, die gerne Verantwortung übernehmen, die das mit viel Herz machen.

Ihr erstes Projekt hat  nicht in erster Linie einen seelsorgerischen Charakter.

Friedrich: Seelsorge ist mir wichtig. Aber wir haben eine ethische Verantwortung unserem Planeten gegenüber, die uns als Schöpfungsauftrag von Gott mitgegeben wurde. Ich finde es fantastisch, dass Leute dies ernst nehmen. Sie produzieren nicht nur heiße Luft – sie tun etwas dafür, dass die heiße Luft in Zukunft nicht mehr so reichlich strömt.

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