Mi., 05.12.2012

Provinzial: Verkauf nicht vom Tisch Eigentümer halten sich alle Optionen offen

Provinzial: Verkauf nicht vom Tisch : Eigentümer halten sich alle Optionen offen

Die Provinzial-Zentrale in Münster Foto: Jürgen Peperhowe

MÜnster - 

Über den heftig umstrittenen Verkauf der Provinzial Nordwest an die Allianz wird noch in diesem Jahr, spätestens Anfang 2013 entschieden. Die Eigentümer der Provinzial Nordwest Holding bestätigen gestern nach mehrstündigen Sitzungen zum ersten Mal, „dass es Interesse aus dem Versicherungslager für den Erwerb der Beteiligung an der Provinzial NordWest Holding gibt“. Das Angebot für die Versicherungsgruppe mit konzernweit 6000 Mitarbeitern, darunter 1600 in der Direktion in Münster, soll deutlich über 2,25 Milliarden Euro betragen.

Von Wolfgang Kleideiter

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe und der Sparkassenverband Westfalen-Lippe, mit jeweils 40 Prozent die Hauptanteilseigner der Provinzial, erklärten, sie wollten „sehr zeitnah entscheiden, ob ein Verkauf überhaupt und wenn ja, zu welchen Bedingungen infrage kommt“. Damit wird aus Sicht der Gewerkschaft Verdi deutlich, dass auch der von den Kommunen getragene Landschaftsverband den Verkauf der Provinzial an Europas größten Versicherer nicht wirklich ausschließe, sondern diese Option ebenso wie die Sparkassen-Seite offenhalte. Ein Sprecher des Landschaftsverbandes versicherte, die Aussage von LWL-Direktor Kirsch, dass ein Verkauf „derzeit nicht“ geplant sei, habe Bestand.

Für heute Vormittag hat die Gewerkschaft Verdi in Münster, Kiel und Hamburg zeitgleich zu außerordentlichen Betriebsversammlungen eingeladen, an denen auch der Vorstand der Provinzial Nordwest teilnehmen wird. In Münster wird der Vorstandsvorsitzende Ulrich Rüther sprechen. Es ist davon auszugehen, dass der Provinzial-Chef die Stärke des Unternehmens im Markt und die Bedeutung der Provinzial Nordwest für die Region hervorheben wird. Die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat forderten gestern vergeblich ein klares Nein der Eigentümer zum Verkauf. Sie verlangen jetzt eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung noch vor Weihnachten.

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