Mo., 18.03.2013

In Rekordzeit um die Welt Radsportler Großerichter berichtet von seiner Wahnsinnstour

Thomas Großerichter in Mexiko

Thomas Großerichter in Mexiko Foto: Robert Cramer

Münster - 

Was für eine Pättkestour: von Berlin nach Osteuropa, Asien, Australien, Neuseeland, über die USA und Südamerika zurück nach Europa. Der Gievenbecker Thomas Großerichter legte in 105 Tagen 29 000 Kilometer zurück. Am Dienstag berichtet er im H 1 von seiner Fahrt.

Von Sandra Peter

Es war eine schier unglaubliche Rekordfahrt: Am 17. September 2012, seinem 27. Geburtstag, ging es los: Von Berlin nach Osteuropa, Asien , Australien, Neuseeland, über die USA und Südamerika zurück nach Europa. 105 Tage, 29 000 Kilometer, einmal um die Welt – und ausgerechnet am Silvestertag kam Extremsportler Thomas Großerichter wieder an seinem Ausgangspunkt unterm Brandenburger Tor an. Der Gievenbecker will jetzt auch andere Menschen inspirieren, an ihre Grenzen zu gehen – und berichtet von seinem Weltrekord am morgigen Dienstag vor Publikum.

Schon immer hatte Große­richter das Unterwegssein geliebt. 2008 fuhr er mit dem Fahrrad von Argentinien nach Kanada, 2010 war er im Himalaya in 5000 Metern Höhe auf zwei Rädern unterwegs. Am Basislager am Mount Everest wurde ihm bewusst, dass er noch immer nicht an seinen körperlichen Grenzen angekommen war. „Von da an ließ mich der Gedanke an den Weltrekord nicht mehr los“, erinnert er sich.

Die Planungen für den Rekordversuch begannen kurz nach der Rückkehr aus Asien. Es dauerte, die perfekte Route zu finden und das perfekte Rad. Ähnlich viel Zeit wie das körperliche Training nahm die mentale Vorbereitung in Anspruch. Denn Großerichter war bewusst, dass das Unternehmen nicht nur körperliche Strapazen bereithalten würde. „Uns war klar, das wird kein Wellness-Trip“, sagt er. Mit „wir“ meint er sich und seine Begleiter, denn der 27-Jährige war nicht allein unterwegs, sondern hatte immer ein Begleitfahrzeug dabei.

Im Vorfeld hat er mentale Techniken erlernt und sie so im Unterbewusstsein verankert, dass sie sich in den schwierigsten Situationen seiner Tour abrufen ließen. Bei widrigsten Bedingungen, etwa als er in den USA tagelang gegen den Wind anfuhr. „Das waren die härtesten Etappen“, erinnert er sich, „da haben wir nur die Hälfte der geplanten Kilometer geschafft“.

Dennoch sei ihm die ganze Zeit über klar gewesen: „Wenn nichts Unvorhergesehenes passiert, es also nur an mir liegt, dann gelingt der Rekord.“ Dafür war er bereit, an seine Grenzen zu gehen – und tat das in den 105 Tagen Tag für Tag. 300 Kilometer mussten jeden Tag im Schnitt bewältigt werden. Nur zwei echte Ruhetage waren während der gesamten Zeit eingeplant.

Was kann nach einem Weltrekord noch kommen? Extremsituationen will sich der 27-Jährige weiterhin aussetzen. Nur Fahrrad gefahren, verrät er, ist er seit seiner Rückkehr so gut wie gar nicht.

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Am Dienstag (19. März) berichtet Großerichter in einem Multimedia-Vortrag über seinen Rekord. Beginn ist um 19.30 Uhr im H1. Karten gibt es an der Abendkasse und im Vorverkauf im First Reisebüro und bei Fahrrad XXL Hürter.  

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