Do., 18.04.2013

Kindertheater vor der Haustüre Die „Spielzeit Münsterland“ ist ein Paradebeispiel für kluge Vernetzung

Spielzeit Münsterland

Initiator Christoph Bäumer (l.) warb mit Mitstreitern, Kooperationspartnern und Förderern in Albachten für die „Spielzeit Münsterland“. Foto: Petra Noppeney

Münster - 

Win-Win-Situationen sind selten für Kulturschaffende, zumal in Zeiten knapper Kassen. Umso mehr freuen sich die Aktiven der „Spielzeit Münsterland“ über ihr Projekt, das Klaus Menning vom Dülmener Figurentheater Hille Puppille am Dienstag bei der Vorstellung in Albachten als „Paradebeispiel für eine qualitative Vernetzung“ auf kultureller, sozialer und finanzieller Ebene bezeichnet.

Von unserem Redaktionsmitglied Petra Noppeney

Vier professionelle Kindertheater aus der Region bieten dabei, gemeinsam mit fünf Spielstätten, Theater vor Ort für die Kleinen an. Nottuln, Altenberge, Velen und Sendenhorst sind die Orte, an denen rund 25 Aufführungen geplant sind. Den Anfang macht Albachten : Dort beginnt am Sonntag mit der Familienvorstellung eines interaktiven Piratenabenteuers vom Theater Don Kid’schote aus Münster die „Spielzeit Münsterland “.

2009 reüssierte sie im Kreis Warendorf – als Pilotprojekt einer Kinderkulturkonferenz beim Kulturbüro Münsterland, wie Leiter Jan-Christoph Tonigs erläutert. „Wir haben damals gehofft, dass das Projekt aus der Szene heraus fortgesetzt wird.“ Nun ist es so weit.

„Wir wollen Theater an Orten anbieten, die Kinder fußläufig erreichen können“, schildert Christoph Bäumer vom Theater Don Kid’schote. Es ist Initiator des Projektes, an dem außerdem Hille Puppille , das Bewegungstheater DieDa aus Telgte und das niederländische Musiktheater Rood Verlangen aus Enschede mit verschiedenen Produktionen beteiligt sind. Bäumer erklärt, wieso davon nicht nur Kinder profitieren: „Durch die Anbindung an eine Spielstätte und den Festivalcharakter des Projektes wird es für uns finanziell leichter tragbar.“

Das Land NRW, das Kulturbüro, das Generalkonsulat der Niederlande, das Kulturamt Münster und die Kreise Steinfurt und Warendorf unterstützen das Projekt, das künftig alle zwei Jahre stattfinden soll. Dennoch hoffen die Initiatoren auf weitere Förderer – in Albachten etwa sitzt die Sparkasse Münsterland Ost mit im Boot.

Günter Heimsath, Geschäftsführer des Hauses der Begegnung in Albachten, hat schwer getrommelt: 850 Anmeldungen von Grundschul-, Kindergarten- und Kita-Kindern liegen für acht geschlossene Vorstellungen vor, deren Eintrittspreise dank der Sparkassen-Unterstützung bei einem Euro anfangen. Heimsath sieht auch den Vorteil für das Haus der Begegnung: „Wir erweitern durch die ,Spielzeit Münsterland’ auch unser Angebot.“ Win-Win also.

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