Sa., 22.06.2013

Schule für Modemacher Kostüme für Bayreuth

Textilien für eine Wagner-Oper in Bayreuth wurden jetzt in der münsterischen Schule für Modemacher erstellt.

Textilien für eine Wagner-Oper in Bayreuth wurden jetzt in der münsterischen Schule für Modemacher erstellt. Foto: Matthias Ahlke

Münster - 

Was für eine Ehre: Studierende der Schule für Modemacher haben Kostüme für die berühmten Festspiele in Bayreuth geschneidert – genau genommen für Wagners Oper „Liebesverbot“. Einige dürfen sogar bei der Generalprobe dabei sein.

Von Klaus Baumeister

Den 4. Juli haben Renate Schuster, Annette Weusthoff und Friedrich Kemper von der münsterischen Schule für Modemacher bereits fest in ihrem Terminkalender vermerkt. An diesem Tag findet nämlich die Generalprobe der Wagner-Oper „Liebesverbot“ in Bayreuth statt – und gleich für fünf Münsteraner gibt es reservierte Plätze.

Neben den beiden Dozentinnen und dem Marketingchef werden dies auch zwei Studierende sein, „die wir noch auslosen werden“, wie Kemper berichtet.

Der Grund für den Kulturabstecher nach Bayreuth: Die Schule für Modemacher hat 20 Kostüme für die Oper erstellt, eine „absolute faszinierende Erfahrung“, wie alle Beteiligten bestätigen.

Die Bayreuther Festspiele feiern in diesem Jahr den 200. Geburtstag des Komponisten Richard Wagner. Aus diesem Grund werden unmittelbar vor dem Bayreuther Festspielen einige Opern aufgeführt, die ansonsten nicht so oft auf dem Spielplan stehen.

Auf Vermittlung des Kostümbildners Thomas Kaiser, Mitarbeiter der Bayreuther Festspielleiterin Katharina Wagner, erhielt die Modeschule den Auftrag, sich an der Kostümproduktion zu beteiligen. Unter Anleitung von Schuster und Weusthoff übernahmen 17 Studierende des vierten Semesters diese Arbeit.

„Das war schon sehr aufregend“, beschreibt Renate Schuster das Projekt. Es galt strikte Geheimhaltung, alle Kostüme waren maßgeschneidert für den jeweiligen Künstler, teilweise auf der Basis ganz alter Schnitte, überdies mussten die Besonderheiten des Operngesangs berücksichtigt werden: ausreichend Platz im Baubereich, um tief einatmen zu können, überdies keine störenden Textilfetzen an den Ohren.

Die Ansprechpartner in Bayreuth erlebte Friedrich Kemper „als absolut professionell“. Die Opern-Outfits, die teilweise anmuten wie Neandertaler-Kostüme, seien zu 100 Prozent auf die Erfordernisse eines Bühnengeschehens ausgerichtet. Deshalb sei bei den Anproben auch die Beleuchtungsprobe wichtig gewesen. „Insgesamt aber mussten wir nur wenig ändern“, so Dozentin Schuster.

Inzwischen sind die Textilien bereits in Bayreuth. Das Lampenfieber steigt bei den Musikern, aber auch in Münster.

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