Mi., 10.07.2013

Weg frei für Wertstofftonne Neue Tonne für Wertstoffe

Eine neue Wertstofftonne wird in Münster eingeführt und den gelben Sack ersetzen. 

Eine neue Wertstofftonne wird in Münster eingeführt und den gelben Sack ersetzen.  Foto: dpa

Münster - 

Der Rat hat am Mittwochabend den Weg für die neue Wertstofftonne geebnet.

Der Rat der Stadt Münster hat am Mittwochabend den Weg für die flächendeckende Einführung einer Wertstofftonne in Münster geebnet. Der Beschluss fiel mit den Stimmen aller Parteien außer der FDP.

Konkret sieht der Beschluss vor, dass die Abfallwirtschaftsbetriebe die Voraussetzungen dafür schaffen, dass Verpackungsmaterialien, die bislang über den gelben Sack entsorgt wurden, sowie weitere Wertstoffe aus Kunststoff und Metall sowie Elektrokleingeräte in eine Tonne gegeben werden können und gemeinsam entsorgt werden.

Die Abfallwirtschaftsbetriebe (AWM) gehen davon aus, dass ab 2015 dafür Mehrbelastungen von 3,40 bis 4,50 Euro je Einwohner und Jahr anfallen.

Genau dies war der Punkt, weswegen die FDP das Projekt ablehnte. Der FDP-Ratsherr Hans Varnhagen wies darauf hin, dass ein Gebührensteigerung stattfinde, obwohl kein zusätzlicher Müll anfalle und dem Bürger auch kein zusätzlicher Service geboten werde.

Der wirtschaftliche Erfolg der orange-farbenen Tonne sei zwingend darauf angewiesen, dass die entsprechenden Verhandlungen mit dem Dualen System („Grüner Punkt“) erfolgreich verlaufen. Daran glaube er aber nicht, so Varnhagen.

Zum Hintergrund: Der gelbe Sack ist ein privatwirtschaftlich geregelter Entsorgungsstrang, die Müllabfuhr der AWM indes ein kommunal organisierter. Wenn die AWM nun die Wertstofftonne betreiben und damit den gelben Sack überflüssig machen, kann dies nur funktionieren, wenn das entsprechende Geld des Grünen Punktes auch bei den AWM landet. „Der Grüne Punkt mauert, die Bürger sollen zahlen“, so die FDP-Befürchtung.

Der GAL-Ratsherr Gerhard Joksch indes betonte den „ökologischen Fortschritt“, der mit der Umstellung auf eine Wertstofftonne verbunden sei. Die Stadt sei gut beraten, den AWM den Rücken zu stärken.

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