Mi., 31.07.2013

Aktion der Studierenden-Vertretungen „Sit-in“ für bezahlbaren Wohnraum

Auf dem roten Sofa (v.l.): Uta von Lojewski (FH-Präsidentin), Holger Wigger (Bürgermeister) und Ursula Nelles (Uni-Rektorin werben für bezahlbaren Studenten-Wohnraum.

Auf dem roten Sofa (v.l.): Uta von Lojewski (FH-Präsidentin), Holger Wigger (Bürgermeister) und Ursula Nelles (Uni-Rektorin werben für bezahlbaren Studenten-Wohnraum. Foto: Oliver Werner

Münster - 

Das Wintersemester rückt näher, Tausende Studierende werden dann auf den Wohnungsmarkt drängen. Die ASten von Uni und FH wollen mit einer ungewöhnlichen Aktion Vermieter motivieren, bezahlbaren Wohnraum zur Verfügung zu stellen.

Von Martin Kalitschke

Ein Sofa, ein Bürgermeister, eine FH-Präsidentin, eine Uni-Rektorin – und eine Botschaft: Münster braucht mehr bezahlbaren Wohnraum für Studierende. Holger Wigger , Uta von Lojewski und Ursula Nelles nahmen am Mittwochnachmittag auf Einladung der ASten von Fachhochschule und Universität auf einem roten Sitzmöbelstück Platz, um diese Botschaft erneut zu bekräftigen.

Bis zum Beginn des neuen Semesters sind es noch knapp zwei Monate, doch bereits in den nächsten Tagen werden Tausende Jung-Akademiker ihre Zu­lassungs-Bescheide erhalten. Der Ansturm auf den ohnehin angespannten münsterischen Wohnungsmarkt ist damit nur eine Frage der Zeit.

Mit der Sofa-Aktion wollen die ASten Vermieter bewegen, freien Wohnraum zum günstigen Preis Studenten zur Verfügung zu stellen. „Auf unserer Homepage dasbrett.ms gibt es mittlerweile 177 Wohnungsangebote, Anfang des Jahres waren es nur 30“, berichtet Christian van Bebber, Uni-AStA-Vorsitzender. Dennoch: „Nach wie vor haben die Studierenden in dieser Stadt sehr große Probleme, bezahlbare Wohnungen zu finden“, unterstreicht Sarah Loy vom AStA der FH.

Die publikumswirksamen Aktionen der ASten sollen daher bis zum Semesterbeginn weiter intensiviert werden. Die Initiative „Wohnen für Hilfe“ will Mieter-Appelle sogar von Kirchen-Kanzeln verkünden, zudem sollen 5000 „Wohnplätzchen“ mit Flyern verteilt werden. Vom 23. auf den 24. August übernachten dann sogar Studenten im Schaufenster der Galeria Kaufhof. Und auch die Rote-Sofa-Aktion soll noch weiterlaufen. Unter anderem wird das Möbelstück im Allwetterzoo, in Museen und in den Stadtwerken aufgestellt, berichtet van Bebber.

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