Do., 22.08.2013

„Zimmer frei“ in der Boeselburg 268 Plätze sind ab Oktober bezugsfertig

Ein Teil der neuen Boeselburg an der Mecklenbecker Straße soll bereits im Herbst bezugsfertig sein, 268 weitere Plätze folgen im Mai des kommenden Jahres.

Ein Teil der neuen Boeselburg an der Mecklenbecker Straße soll bereits im Herbst bezugsfertig sein, 268 weitere Plätze folgen im Mai des kommenden Jahres. Foto: Matthias Ahlke

Münster/Düsseldorf - 

Respekt ja, Angst nein. Wenn im Herbst die Absolventen des doppelten Abiturjahrgangs an Uni und Fachhochschule strömen, ist das zwar noch mal eine deutliche Herausforderung für das Studentenwerk. „Wir sind aber nicht mehr gefordert als im letzten Wintersemester“, erklärt Achim Wiese, kommissarischer Geschäftsführer des Studentenwerks Münster. 5366 Wohnheimplätze stehen im Herbst zur Verfügung. Dazu zählen auch die 268 neuen Plätze, die in den Monaten Oktober und November bezugsfertig werden. Ab dieser Woche können sich Interessenten um eines der Zimmer bewerben.

Von Hilmar Riemenschneider

Rund 100 000 Euro hat das Studentenwerk in die Hand genommen, damit die Bauunternehmen mehr Arbeiter und zusätzliche Kräne auf die Baustelle einsetzen. Das brachte nicht nur Tempo in die ersten beiden Bauabschnitte, auch die letzten beiden profitieren: Schon im Mai 2014 sollen die für 268 weitere Bewohner bezugsfertig sein, berichtete Wiese auf Anfrage. Geplant war eigentlich, dass sie erst im Juli und Oktober fertig würden.

Bis Oktober 2014 will das Studentenwerk zusätzliche Plätze bereit stellen. Mit Clemens Nottenkemper, dem Chef der münsterischen Wohn- und Stadtbau GmbH, sei vereinbart, dass das Studentenwerk im Herbst ein an der Ecke Corrensstraße und Horstmarer Landweg geplantes Wohnheim anmietet. Dort stünden ehemals für Sozialwohnungen genutzte Gebäude leer.

Zusammen mit weiteren Angeboten entspanne sich im Jahr 2014 die Lage spürbar, ist sich Wiese sicher. Zumal absehbar die Studierendenzahlen wieder sinken werden. Investoren müssten deshalb ihre Vorhaben bis Oktober 2014 realisiert haben, damit sie sich rechnen, glaubt Wiese.

Es sei denn, die Wohnheime werden demografiefest gebaut wie die Böselburg. In die Gruppenwohnungen können später Senioren einziehen. Zuerst sind aber die Studierenden dran. Sie müssen lernen, wie man im Passivhaus richtig wohnt, damit nichts schimmelt. „Das wird die spannendste Herausforderung“, meint Wiese augenzwinkernd.

Dass das Land nun zinslose Darlehn vergibt und Mieten von 6,25 statt 5,10 Euro je Quadratmeter erlaubt, kommt für Münster zu spät. Wiese hat errechnet, dass dem Studentenwerk an der Boeselagerstraße auf 20 Jahre so 7,5 Millionen Euro entgehen.

Keine Problem erwartet der Chef des Studentenwerks bei der Bearbeitung der Bafög-Anträge. Die jetzigen Empfänger seien im Sommer angeschrieben worden, damit ihre Verlängerungsanträge abgearbeitet sind, wenn die Erstsemester kommen. „Wir sind da gut aufgestellt.“ 

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