Stadtschützenfest bis zum Schluss spannend
Königs-Treffer unter Flutlicht

Münster -

Der neue Stadtschützenkönig Christian Zinth schoss auch noch, als es schon dunkel wurde. Der amtierende König des Vereins Vennheide beförderte um 21.21 Uhr – unter Flutlicht – mit dem 624. Schuss den Holzvogel zu Boden.

Montag, 02.09.2013, 15:09 Uhr

Der neue König ließ sich kurz nach seinem Siegtreffer auf den Schultern von Kameraden hoch leben. Mit ihm freute sich auch Königin und Ehefrau Susanne. Der 48-Jährige konnte es erst kaum glauben, dass letztlich er es war, der den Vogel zu Fall brachte (kl. Bild).
Der neue König ließ sich kurz nach seinem Siegtreffer auf den Schultern von Kameraden hoch leben. Mit ihm freute sich auch Königin und Ehefrau Susanne. Der 48-Jährige konnte es erst kaum glauben, dass letztlich er es war, der den Vogel zu Fall brachte (kl. Bild). Foto: klm

„Ich lass‘ eine Flasche Bier ja auch nicht halb stehen, um das mal praktisch zu sagen“, witzelte Christian Zinth während des Königsschießens. Er wollte weitermachen. Zu dem Zeitpunkt, um etwa 20 Uhr, hatten schon einige der 32 Königinnen und Könige beim Stadtschützenfest das Handtuch geworfen. Der amtierende König des Vereins Vennheide wollte weitermachen. Letztlich beförderte er um 21.21 Uhr – unter Flutlicht – mit dem 624. Schuss den Holzvogel zu Boden.

Nach knapp zehn Jahren war es das erste Mal, dass sich ein Stadtschützenfest wieder bis in den späten Abend zog. Neue Königin ist Zinths Ehefrau Susanne, die Adjutantenpaare sind Jörg und Andrea Heithorn sowie Frank und Michael Wieger.

Die ersten Treffer indes hatten am Samstagmittag die Jüngsten beim Kinderschützenfest gelandet. Neuer König ist Janik Horn vom Verein Hubertus-Angelmodde. Der Elfjährige löst Sebastian Hehmann ab. Anders als bei den Jugendlichen und Erwachsenen werfen die Kinder mit Holzklötzchen auf einen Styroporvogel.

Auch hier fielen Insignien, abgeworfen von: Anton Schünemann (Apfel, 22 Wurf, St. Josef Kinderhaus) und Tom Schild (Krone, zwölf Wurf, Vennheide) und ebenfalls Janik Horn (Zepter, sieben Wurf). Janik darf sich, so erklärte ihm Verbandspräsident Jan-Dirk Gerke, „wie die Großen“ am 19. Oktober ins Goldene Buch der Stadt eintragen.

Viele Vereine waren traditionell erst am Abend beim Ball im Festzelt vor dem Schloss durch Königs-, Kaiser- oder Jungschützenpaare und kleinen Abordnungen vertreten. Hier wurde getanzt und gefeiert – samt Party-Band. Roland-Kaiser-Double Peter Jähn aus Münster brachte als Show-Act Hits wie „Santa Maria“ und „Dich zu lieben“.

Mit 32 gemeldeten Vereinen und Bruderschaften nahmen diesmal weniger Aktive am Stadtschützenfest teil als im vergangenen Jahr (38). Den größten Andrang gab es beim Umzug am Sonntagmittag vom Ludgeriplatz bis zum Schloss.

Mehrere Hundert Schützen und etliche Spielmannszüge zogen auch am Rathaus an Vertretern der Stadt und an Bürgermeisterin Karin Reismann vorbei. St. Hubertus Sprakel zeigte seinen Fahnenschlag als Dank des Verbandes an die Stadtspitze für deren Unterstützung.

Reismann, selbst bei den Pluggendorfern aktiv: „Ich kann mich erinnern, als ich Königin war und über den Prinzipalmarkt marschiert bin“. Das Fest zeige, „was Brauchtum in unserer Stadt ist, wie man zusammen lebt“.

Jungschützenkönig wurde bereits am Nachmittag Julien Hermann von der Bruderschaft St. Wilhelmi Kinderhaus (216. Schuss).

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