Mo., 16.09.2013

Straßenkünstlerfestival im Zoo „Bunte Vögel“ musizieren vor den Gehegen

Mehr Spaß als ernste Botschaft brachte diese tierische Gast-Künstlerin an: Geschichten vom Leben und Eierlikör.

Mehr Spaß als ernste Botschaft brachte diese tierische Gast-Künstlerin an: Geschichten vom Leben und Eierlikör. Foto: klm

Münster - 

Exotische Tiere im Gehege, musizierende schrille Vögel davor. Besucher des Allwetterzoos hatten am Wochenende Gelegenheit, rund 30 Musik-, Theater und Clownerie-Gruppen sowie Einzelkünstler zu sehen. Die Organisatoren des Internationalen Straßenmusikerfestivals hatte den Zoo als Kulisse gewählt.

Von Klaus Möllers

Löwe Jarah im Allwetterzoo ist einiges gewohnt. Gäste erst recht. Jetzt aber geht er im Außengehege auf und ab, richtet seinen Blick zum Eingang des Besuchergebäudes. Dort befindet sich eine ungewohnte Geräuschquelle: Indie-Pop-Musik einer jungen Band mit dem Namen Fosbury Flop.

Macht Jarah die Live-Musik mit Schlagzeug und Keyboard nervös? Oder findet er die Abwechslung im Gehege-Alltag sogar anregend? Musiker können das nicht klären. Besucher auch nicht. Die aber hatten am Wochenende immerhin Gelegenheit, während des Zoo-Besuchs rund 30 Musik-, Theater- und Clownerie-Gruppen sowie Einzelkünstler zu sehen.

Den Tierpark hatten die Organisatoren Nicolas Leibel und Steffi Stephan auch für die dritte Auflage des Internationalen Straßenmusikerfestivals als Kulisse gewählt.

Dabei hielt das diesig-feuchte Wetter die Besucherzahl am Samstag überschaubar. „Ich glaub’, die Leute waren fast alle wegen der Tiere da, nicht wegen uns“, gibt Gitarrist „Jack Haunt“ zu, der sich mit Mantel, Hut und Sonnenbrille ein bisschen wie Schauspieler Johnny Depp gibt.

Bis „auf eine Handvoll“ Künstler, sagt Veranstalter Leibel, seien alle Gäste neu im Programm. Trotzdem kennt man sich, etwa von anderen Kleinkunstfesten. „Ich fand deine Sachen sowieso schon immer gut“, lobt „Haunt“ Songwriter „Robby Ballhause“. Der scherzt: „Ich träum davon, heute noch eine CD zu verkaufen!“ Am Ende wird getauscht.

Die Sonne am Sonntag war für Besucher einladender – in der Mittagszeit schon bildeten sich kurze Warteschlangen vor den Eingängen, Zoo und Fest waren gefragt. Und ein Großteil der Besucher blieb auch an den Plätzen vor den Gehegen stehen, hörte melodischen Pop ohne Verstärker, Mittelalter-Weisen oder „Magister Speculatius“. Der kann mit Trickkunst sogar „heilen“.

Leserkommentare

Google-Anzeigen

Mehr zum Thema

kfzmarkt.ms Anzeigen

Autos, Motorräder, Wohnmobile und Nutzfahrzeuge aus Ihrer Region

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/1914282?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F1753750%2F2009865%2F