Fr., 25.10.2013

Schöler konzentriert sich auf Forschung „Keine Chance mehr für Care“

Münster - 

Nachdem das Land Nordrhein-Westfalen es definitiv ablehnt, das von ihm entwickelte Care-Institut zu fördern, will sich Prof. Hans Schöler nun künftig in Münster ausschließlich seinem Spezialgebiet, der Grundlagenforschung mit Stammzellen, widmen.

Von Karin Völker

„Ich werde mich am Max-Planck-Institut nun ganz auf die Erforschung der Mechanismen der Reprogrammierung von menschlichen Zellen zu Stammzellen konzentrieren“, so Schöler .

Er freut sich darüber, dass die Stadt und die Universität beim Land einen Vorstoß unternommen haben, das für Care ursprünglich vorgesehene Fördergeld zu bewahren. Er werde das Vorhaben auch im Rahmen seiner Möglichkeiten unterstützen. Das Projekt „Care“, bei dem Wirkstoff-Forschung revolutioniert werden soll, sei „als Baustein eines Innovationszentrums für die Biowissenschaften nicht geeignet“. Schöler sondiert derzeit, ob die Idee „Care“ in anderen Bundesländern eine Chance auf Realisierung hat.

Unklar ist die Zukunft der Mitarbeiter, die in den vergangenen beiden Jahren die Forschung für Care vorangetrieben haben. Bis Ende 2014 können sie als Forschungsgruppe der Max-Planck-Gesellschaft noch weiterarbeiten. So hätten sie genug Zeit, sich auf andere Stellen zu bewerben, so Schöler.

Die Erforschung der Mechanismen neurodegenerativer Erkrankungen werde an seinem Institut nun aber nicht mehr weiterverfolgt. Die Wissenschaftler der Forschergruppe hatten erst in diesem Jahr neue Wirkstoffe gegen Parkinson identifiziert und mit dieser Arbeit auch international für Aufsehen gesorgt.

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