Do., 17.10.2013

WN-Serie über „Ersti“ Dirk Trompeter (Teil 2) Im Dschungel der Leezen-Metropole

Erstsemester Dirk Trompeter war am Mittwoch zur Ersti-Begrüßung im H1.

Erstsemester Dirk Trompeter war am Mittwoch zur Ersti-Begrüßung im H1. Foto: Matthias Ahlke

Münster - 

Unter den rund 42 000 Studierenden sind in diesem Oktober 5900 Studienanfänger, die meisten von ihnen haben im Frühsommer im doppelten Abiturjahrgang die Schule abgeschlossen. „Ersti“ Dirk Trompeter schildert in einer WN-Serie seine Eindrücke von Münster und dem Studentenleben. Heute geht es um Leezen, Studentenkneipen und Anna aus Russland.

Von Dirk Trompeter

Zwei Dinge, die sich nicht vergleichen lassen. Ich komme aus einem Dorf mit 1200 Einwohnern. Jeder kennt jeden, der Trecker fährt mit dem Güllefass über die Straße, am Dorfrand grasen Kühe, und mit dem Rad fährt man ohne Radweg auf der Straße. Ganz anders ist da mein Leben in Münster . Es gibt extra markierte Fahrradwege, sogar Fahrradampeln und, für mich sehr ungewohnt, übermäßig viele Polizeikontrollen, ob das Licht in Ordnung ist.

Über geisterfahrende Radler regt sich bei uns niemand auf, hier in Münster habe ich Menschen gesehen, die dafür eine Strafe erhalten haben. Bei uns hält man sich natürlich auch an die Straßenverkehrsordnung, aber die Mentalität der Menschen führt doch immer wieder zu einer weitgefassteren Auslegung der Verkehrsregeln.

Auch viele meiner Kommilitonen sagen mir: „Ich komme vom Dorf, da fährt man, wie man es kann“. Mittlerweile fühle ich mich im Wohnheim, in meinem Elf-Quadratmeter-Appartement, sehr wohl. Meine Nachbarin Anna aus Russland ist eine der Haustutoren und gibt mir immer wertvolle Tipps. Auch mit meinen anderen Flurnachbarn verstehe ich mich sehr gut. Wir kochen zusammen oder spielen Karten. Nach der ganzen Informationsflut aus der Orientierungswoche standen nun erst einmal ein paar gemütliche Kneipen-Abende an.

Besonders gut haben mir die Cavete und das Blaue Haus gefallen. Die urige Atmosphäre und die sehr studentenfreundlichen Preise finde ich neben guter Musik sehr empfehlenswert. Auch die Disco „Cuba Nova“ in der Nähe des Bahnhofs kann man gut feiern.

Nach der nun doch schon etwas längeren Eingewöhnungsphase kann ich sagen, dass ich mich hier in Münster sehr wohl fühle – ich weiß jetzt, dass ich die richtige Entscheidung getroffen habe.

Nun beginnt aber der Ernst des Lebens. In der Geofachschaft habe ich Julia und Sanjana kennengelernt, die ebenso wie ich Englisch und Erdkunde studieren. Zusammen haben wir uns unseren Stundenplan zusammengebaut, bei dem wir zahlreiche Module in einem Online-Portal auswählen mussten und die beiden Fächer koordinieren mussten. Ich habe jetzt eine 20-Stunden-Woche und bin schon sehr gespannt, wie die Vorlesungen werden.

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