Di., 05.11.2013

Engpass im Evangelischen Krankenhaus Abruptes Ende: Geburtshilfe schließt ab sofort

Spontane Geburten gibt es im EVK nicht mehr.

Spontane Geburten gibt es im EVK nicht mehr. Foto: Colourbox

Münster - 

Wer geplant hatte, zumindest noch bis zum Jahresende sein Baby im Evangelischen Krankenhaus auf die Welt zu bringen, muss umplanen. Das EVK kann aufgrund eines personellen Engpasses keine spontanen Geburten mehr betreuen.

Von Martina Döbbe

Das Bedauern ist groß – die Fakten unverrückbar: „Unser Haus kann ab sofort leider keine Entbindungen ohne feste Beleghebamme mehr durchführen“, teilte das Evangelische Krankenhaus am Abend mit. Und ab sofort heißt auch wirklich ab sofort: „Bei der Feuerwehr haben wir uns für Entbindungen direkt abgemeldet. Die wissen Bescheid und werden das EVK nicht mehr ansteuern, wenn sie eine schwangere Frau transportieren“, bestätigt Susanne Grobosch . Die Pressesprecherin des EVK erläutert, wie das schnellere Ende – offiziell schließt die Geburtshilfe zum 31. Dezember 2013 – nun knapp zwei Monate vor diesem Stichtag zustande gekommen ist: „Eine der fest angestellten Hebammen des Krankenhauses hat schon eine neue Stelle gefunden, andere sind krank. Wir können eine Betreuung bei einer Geburt, die sich ja über Stunden hinziehen kann, nicht mehr gewährleisten.“ Deshalb habe man diese Entscheidung „schweren Herzens“, aber „unter dem Sicherheitsaspekt“ gefällt.

53 werdende Mütter stehen zurzeit noch auf der Liste, die bis zum Jahresende gern ihr Kind in einem der beiden Kreißsäle an der Wichernstraße auf die Welt bringen möchten. Auch sie müssen sich nun darauf einstellen, dass ihr Baby seinen ersten Schrei in einem anderen Krankenhaus tun wird. „Wir haben schon zu einigen Frauen Kontakt aufgenommen und sie auf die veränderte Situation hingewiesen“, erläutert Susanne Grobosch. Nur die Schwangeren, die vertraglich mit einer der vier Beleghebammen verbunden sind, könnten sich darauf verlassen, dass ihnen die Niederkunft bis zum 31. Dezember im EVK möglich sein wird. Und auch die jetzt schon terminierten Kaiserschnitte, so sichert die Pressesprecherin zu, werden planmäßig durchgeführt und sind nicht gefährdet.

Wer aber in den nächsten Wochen quasi „spontan“ im Kreuzviertel-Krankenhaus entbinden wollte, der muss umplanen. Susanne Grobosch: „So leid es uns tut, wir müssen die Frauen abweisen und weiterschicken.“

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