Weichen sollen nach der Wahl gestellt werden
Jetzt ist der Stadthafen 2 dran

Münster -

Neue Perspektiven für den Stadthafen 2 zwischen Hawerkamp und Dortmund-Ems-Kanal: Nach den Kommunalwahlen, so der Wunsch des Stadtdirektors, soll über die Entwicklung dieses Areals diskutiert werden. Noch in diesem Jahrzehnt könnten dann erste Projekte realisiert werden.

Freitag, 28.02.2014, 09:02 Uhr

Neue Perspektiven für den Stadthafen 2: Am Ende des Stichkanals könnte der „Hafenplatz 2“ entstehen, so Stadtdirektor Schultheiß. Im Hintergrund ist der Hawerkamp zu erkennen. Auf der Brachfläche auf der rechten Seite wären Büros und Gewerbe denkbar.
Neue Perspektiven für den Stadthafen 2: Am Ende des Stichkanals könnte der „Hafenplatz 2“ entstehen, so Stadtdirektor Schultheiß. Im Hintergrund ist der Hawerkamp zu erkennen. Auf der Brachfläche auf der rechten Seite wären Büros und Gewerbe denkbar. Foto: Oliver Werner

Während sich rund um den Hafenweg weitere Baulücken füllen und am Südkai des Stadthafens 1 die Sanierung von Rhenus- und Flechtheim-Speicher mit großen Schritten voranschreitet, blickt die Verwaltung bereits einige Hundert Meter weiter. Direkt nach den Kommunalwahlen soll nach dem Wunsch von Stadtdirektor Hartwig Schultheiß die Diskussion über die künftige Gestaltung des Stadthafens 2 beginnen – also jenes Areals, das sich zwischen Halle Münsterland , Hawerkamp und dem Dortmund-Ems-Kanal befindet und das seit einigen Jahren zum Großteil der Stadt gehört.

„Noch in diesem Jahrzehnt“, so der Wunsch von Schultheiß, „sollen hier die ersten Bauprojekte realisiert werden.“ Ähnlich wie rund um den Kreativkai werde sich das Areal allerdings nicht auf einen Schlag weiterentwickeln – sondern nach und nach über mehrere Jahre.

Der Stadthafen 2 steht bei uns ganz oben auf der Agenda.

Hartwig Schultheiß, Stadtdirektor

Rund ein Jahrzehnt liegt das ehemalige Caspar-Hessel-Gelände nun schon brach, derzeit wird es teilweise vom Unternehmen Pebüso als Lagerfläche genutzt. Zeit, das Gebiet zu entwickeln, meint Schultheiß: „Der Stadthafen 2 steht bei uns ganz oben auf der Agenda“ – wobei es zunächst darum gehe, ein Grobraster für weitere Entwicklungen zu entwerfen.

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Und das könnte nach dem bereits vor einigen Jahren entwickelten Masterplan so aussehen: Der Hafengrenzweg wird vom Stadthafen 1 unter dem Albersloher Weg hindurch bis zum Stadthafen 2 verlängert. Am Ende des dortigen Hafenbeckens stößt er auf die Straße „Am Hawerkamp“, die zum Teil eine neue Streckenführung erhalten soll – womit zugleich der Parkplatz der Halle Münsterland wachsen würde. An jener Stelle, an der Hafengrenzweg und Hawerkamp aufeinandertreffen, soll der Hafenplatz 2 entstehen.

Die räumliche Neugliederung soll als Grundlage für die Ansiedlung von Büro und Gewerbe dienen, betont der Stadtdirektor. Gastronomie und Wohnen seien vorerst keine Option. Als „gesetzt“ bezeichnet Schultheiß die Kulturszene am Hawerkamp, an dem sich unter anderem mehrere Diskotheken befinden.

Nach seinen Vorstellungen soll das Areal nicht von einem einzigen Investor entwickelt werden. „Ich kann mir gut vorstellen, dass auch die Wirtschaftsförderung eine Rolle spielen wird.“ Ein großes Augenmerk soll auf städtebauliche Qualität gelegt werden.

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