Di., 20.05.2014

Erfolg nach zweiter Büro-Besetzung Lärm-Gegner erhalten Gutachten

Zum zweiten Mal nach vergangener Woche (Foto) tauchten am Dienstag Lärm-Gegner im Rathaus auf.

Zum zweiten Mal nach vergangener Woche (Foto) tauchten am Dienstag Lärm-Gegner im Rathaus auf. Foto: Matthias Ahlke

Münster - 

Zum zweiten Mal innerhalb einer Woche tauchten Lärmschutz-Aktivisten am Dienstag in einem Büro im Stadthaus auf, um die vollständige Herausgabe eines Lärmschutz-Arbeitspapiers zu fordern. Diesmal hatten sie Erfolg: Die Verwaltungsspitze beschloss die Herausgabe.

Von Martin Kalitschke

Die Mitglieder mehrerer Lärmschutzinitiativen sind am Dienstag zum zweiten Mal innerhalb einer Woche in der Verwaltung aufgetaucht und haben die vollständige Herausgabe eines Arbeitspapiers der Stadt zum Thema Lärmschutz gefordert. Nachdem sie beim ersten Mal unangemeldet im Büro von Oberbürgermeister Markus Lewe erschienen waren, suchten sie nun das Büro der Informationsbeauftragten der Stadt, Michaela Heuer , auf.

Und sie hatten Erfolg. Der Dezernent des Oberbürgermeisters teilte ihnen noch vor Ort mit, dass die Verwaltungsspitze beschlossen habe, das Arbeitspapier komplett auszuhändigen und ins Internet zu stellen. Dies hatte der Oberbürgermeister bereits in der vergangenen Woche in Aussicht gestellt.

In dem Gutachten werden umfangreiche Maßnahmen zur Reduzierung der Lärmbelastung in Münster vorgeschlagen – von Tempo 30 in weiten Teilen der Stadt bis hin zu Maßnahmen wie Flüsterasphalt, Schallschutzwänden entlang besonders belasteter Straßen und den Einbau von Tausenden Fenstern in Häusern an besonders lauten Streckenabschnitten. Zudem schlagen die Gutachter eine Intensivierung des Lärmschutzes entlang von Schienenstrecken vor.

„Geholfen hat bei der Herausgabe sicher auch das Einschalten des Landesbeauftragten für Informationsfreiheit NRW vor einigen Monaten, der erst am 15. Mai ein drittes Schreiben mit zweiter Erinnerung an die Stadt geschickt hatte“, heißt es in einer Mitteilung der Bürgerinitiativen Mauritz, Landschaftsschutz Roxel und Lärmschutz Nienberge. Die Papiere wollen die Aktivisten auf Vollständigkeit und Inhalt überprüfen – sobald sie ihnen vorliegen.

Ein Teil des Arbeitspapiers war den Lärm-Gegnern bereits ausgehändigt worden. Sie vermissten jedoch den ihrer Einschätzung nach wichtigsten Teil der Lärmanalyse.

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