Mo., 28.07.2014

Pro-Palästina-Kundgebung Antisemitische Äußerungen in Münster

Auf der Kundgebung am Samstag wurde Israels Politik heftig kritisiert. Auch antisemitische Ausfälle soll es gegeben haben.

Auf der Kundgebung am Samstag wurde Israels Politik heftig kritisiert. Auch antisemitische Ausfälle soll es gegeben haben. Foto: Bürgerbündnis gegen Antisemitismus

Münster - 

Die „Initiative der Freunde Palästinas im Münsterland“ zog am Samstag erneut zu einer propalästinensischen Kundgebung durch Münsters Innenstadt. Dabei ist es nach Angaben des „Bürgerbündnisses gegen Antisemitismus“ erneut zu antisemitischen Äußerungen gekommen. Auch der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde in Münster ärgert sich.

Wie bei den beiden Veranstaltungen in der vergangenen Woche sei es auch am Samstag zu antisemitischen Äußerungen gekommen, die von den Organisierenden nicht sanktioniert worden seien, heißt es von Seiten des „ Bürgerbündnisses gegen Antisemitismus“. Maria Schönthal , Presssprecherin der münsterischen Vereinigung, äußerte sich in einer Pressemitteilung kritisch: „Den propalästinensischen Demonstranten geht es nicht um eine differenzierte Darstellung der Lage vor Ort. Eine ernstzunehmende Solidarität mit den Menschen in Gaza muss sich daher gegen die Terrororganisation Hamas richten.“ Schönthal ist überzeugt: „Die aggressiven Äußerungen auf Demonstrationen auch in Münster sind ernst zu nehmen.“

Kinder instrumentalisiert

Auch Sharon Fehr , Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde in Münster, kritisierte das Geschehen am Samstag: „Mich persönlich ärgert, dass es wieder einmal Kinder sind, die hier von den Initiatoren der Demonstration instrumentalisiert und vor deren Karren gespannt werden. Sie skandieren auswendiggelernte Hassparolen gegen Israel in die Mikrophone und stimmen in die hasserfüllten Slogans des einpeitschenden Wortführers mit ein.“

Die Demonstration sei aber dennoch „ruhig, ja, fast unbemerkt“ verlaufen, hebt Fehr positiv hervor: „Resonanz der Passanten bleibt aus.“ Münster habe damit deutlich gemacht, „dass hier weder Pflaster ist für Gewalt und Hetzparolen, auch nicht, um den Nahost-Konflikt in die Stadt des Westfälischen Friedens hineinzutragen.“

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