So., 17.08.2014

Internationales Straßenkünstler-Festival im Zoo Popklänge nicht nur für Dickhäuter

Musik vor dem Elefantengehege präsentierte das Duo „Johna“

Musik vor dem Elefantengehege präsentierte das Duo „Johna“ Foto: Miriam Milbradt

Münster - 

Musik, Theater und Jonglage zwischen wilden Tieren: Das Vierte Internationale Straßenkünstler-Festival im Allwetterzoo lockte zahlreiche Besucher an. Und auch in Künstlerkreisen hat die extravagante Veranstaltung einen hohen Stellenwert, wie die große Zahl der Bewerbungen zeigt.

Von Miriam Milbradt

Vor so einer ungewöhnlichen Kulisse hat das Duo „Johna“ sicherlich noch nicht musiziert: Auf der Terrasse vor dem neuen Elefanten-Park spielten sie im Schatten eines sich sonnenden Dickhäuters . An zehn Orten im ganzen Zoo verteilt zeigten am Wochenende rund 30 internationale Gruppen und Einzelkünstler aus 16 verschiedenen Ländern ihr Können.

Neben Musik verschiedener Genres gab es auch Theater, Jonglage oder Clownerie zu bestaunen. Wer am Samstag und Sonntag im Schatten der Zootiere auftrat, wurde von den Organisatoren in diesem Jahr sorgfältig ausgewählt. Die Gemeinschaftsveranstaltung des Allwetterzoos, der Jovel GmbH und des Kulturveranstalters Cultur-Contor erhielten immerhin 160 Bewerbungen.

„Wir konnten die Qualität steigern“, so Organisator Steffi Stephan von der Jovel GmbH. Die Beliebtheit der Veranstaltung erklärt sich Stephan mit der Einzigartigkeit der Örtlichkeit: „Die Künstler stehen darauf – das ist eine tolle Atmosphäre.“

Die Besuchermassen vor allem am Samstagnachmittag gaben Stephan recht. Schlangen an den Kassenhäuschen sprachen für das Interesse an der Mischung aus Zoobesuch und Straßenkunst.

International ist das Straßenkünstler-Festival ohne Frage: Das Theater-Duo „Las Giramundo“ wohnt zwar in Barcelona , stammt jedoch aus Chile und Brasilien. „In Barcelona ist es schwer, auf der Straße aufzutreten, deshalb freuen wir uns über den Tipp eines Freundes, der uns auf diese Veranstaltung hingewiesen hat“, erklärt Maria Ilha . Ungewöhnlich Musikalisches zeigten am Samstag und Sonntag „Spielraum“. Die Band versuchte im Zoo ihren Singer-Songwriter-Sound „auf das Minimum zu brechen“, wie es Phil Kamp beschrieb. Ohne Gitarrenverstärker wagten sie sich an eine „sehr reduzierte“ und „Unplugged-Version“ ihrer Musik heran.

Szenenwechsel: „Giraffe, Krake oder ein Hund?“, fragte Susi Ranitz die jüngsten Besucher im Zoo, als die vor ihrem Stand mit Ballontieren stehenblieben. „Ich war im letzten Jahr hier im Zoo und habe von der Aktion gehört und mich beworben“, erzählte die Bremerin. So sehr die Luftballontiere die Kleinen erfreuten, so erschrocken guckten viele, als sie am Eingang eine überlebensgroße Stelzenläuferin entdecken.

Aus drei Metern Höhe verteilte sie Handküsschen und Bonbons an die Besucher, die noch an den Kassenhäuschen warteten.

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