Wolfgang-Borchert-Theater bezieht Flechtheim-Speicher
Ein Haus erhält seine Seele zurück

Münster -

Mit einer Uraufführung hat das Wolfgang-Borchert-Theater seine neue Spielstätte eingeweiht. Rund 150 Zuschauer genossen im Flechtheim-Speicher „Die letzte Soirée“.

Sonntag, 07.09.2014, 20:09 Uhr

Prächtig amüsierten sich rund 150 Ehrengäste im Flechtheim-Speicher, der nun das Wolfgang-Borchert-Theater beherbergt. Intendant Meinhard Zanger nahm als Hausherr den großen Schlüssel in Empfang.
Prächtig amüsierten sich rund 150 Ehrengäste im Flechtheim-Speicher, der nun das Wolfgang-Borchert-Theater beherbergt. Intendant Meinhard Zanger nahm als Hausherr den großen Schlüssel in Empfang. Foto: Oliver Werner, Collage: uwa

Es war nicht nur für Meinhard Zanger ein in jeder Hinsicht denkwürdiger Septembersamstag : „Ich habe es noch nie erlebt, dass wir am Tag einer Premiere noch von 0 bis 6.34 Uhr eine Beleuchtungsprobe durchziehen mussten.“ Der Intendant des Wolfgang-Borchert-Theaters hat in den vergangenen Tagen, in denen sich das Umbau- und Neueröffnungsszenario der beliebten Bühne im Flechtheim-Speicher dramatisch zuspitzte, nicht umsonst sechs Kilogramm abgenommen.

„Ich bin jetzt eigentlich schon über den Punkt drüber“, meinte er auf die Frage, ob der Stress denn noch zu toppen sei. Kurz vor 20 Uhr begab sich die illustre, rund 150 Köpfe zählende Gästeschar beifällig murmelnd aus dem einladenden Foyer des neuen Borchert-Theaters in den Bühnenraum. Dort übergab Fördervereinsvorsitzender Prof. Lothar Hertle den silbernen Pappschlüssel an den Hausherrn Meinhard Zanger.

Zu danken war an diesem Abend vielen Institutionen und Spendern. Allen voran dem Hauptmäzen Hendrik Snoek . Dann den weiteren Sponsoren aus der münsterischen Bankenwelt und nicht zuletzt der NRW-Stiftung unter ihrem ebenfalls an diesem Abend anwesenden Präsidenten Harry Kurt Voigtsberger, die 100 000 Euro zu dem neuen Theater beisteuerte, das insgesamt rund eine Million Euro kostete. Der Aufwand hat sich gelohnt: Eine geräumige Bühne mit viel Luft nach oben, ein aufsteigender Zuschauerraum mit roten Polstern und guter Sicht für alle, ein Foyer, in dem man es sich an gediegenen Holztischen und auf komfortablen Sesseln bequem machen kann – alles das bietet ein beeindruckendes Raumerlebnis, für das Architekt Jörg Preckel die planerischen Grundlagen legte.

Wolfgang-Borchert-Theater feiert Premiere im Flechtheim-Speicher

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  • Mit einer Uraufführung hat das Wolfgang-Borchert-Theater seine neue Spielstätte eingeweiht. Rund 150 Zuschauer, darunter viele Prominente, genossen im Flechtheim-Speicher „Die letzte Soirée“. Zuvor übergab Fördervereinsvorsitzender Prof. Lothar Hertle den symbolischen silbernen Schlüssel an den Hausherrn Meinhard Zanger. Foto: Oliver Werner
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„Wir sind sehr, sehr, sehr zufrieden“, meinte Hendrik Snoek im Gespräch mit unserer Zeitung zur nachhaltigen Qualität des Umbaus, und er ergänzte: „Hier kann man auch in 20 Jahren noch spielen.“ Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe brachte die Stimmung zu vorgerückter Stunde auf den Punkt: „Das Haus hier hat heute etwas von seiner Seele zurückbekommen.“ Denn mit der Uraufführung des Stückes „Die letzte Soirée“ an diesem Abend erinnerte das Borchert-Theater an den legendären, aus Münster stammenden Kunstsammler Alfred Flechtheim (1878-1937), dessen Familie dem Flechtheimspeicher seinen Namen gab.

Noch ist manches im „Backstage“-Bereich zu richten, aber der ganz große Druck auf dem Borchert-Theater ist jetzt erst einmal vorbei. Die Freude überwiegt. Und die einzelnen Gewerke, die hier bis zum Anschlag arbeiteten, bekommen demnächst eine Dankesvorstellung des Ensembles. In den Gesichtern der Bühnenakteure schien nach erfolgreichem Einzug und der Uraufführung Erleichterung und Glück auf – über eine formidable neue Heimstätte, die für die Zukunft viele lohnende Theatererlebnisse verspricht. 

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