So., 26.10.2014

Historienspiel im Rathausinnenhof Stadtheimatbund erinnert an Friedensschluss

Historienspiel im Rathausinnenhof : Stadtheimatbund erinnert an Friedensschluss

Der Stadtsekretär verkündete hoch zu Roß den Frieden. Foto: Oliver Werner

Münster - 

„Pax Optima Rerum“ – der Friede ist das höchste Gut – so die Inschrift im Rathaus von Münster und auf Gedenkmünzen zum Westfälischen Friedensschluss von 1648. Keine Botschaft hat in diesen Tagen mehr Aktualität.

Von Regina Robert

Zum 13. Mal erinnerte der Stadtheimatbund mit einem Glockenspiel, einer Tanzperformance, musikalischen Einlagen und historischen Spielszenen im Rathausinnenhof sowie dem abschließenden Aussenden des Friedensreiters unter Glockenläuten an die Verkündung des Friedens am 25. Oktober 1648. Hans-Joachim Temme moderierte das Programm.

Sogar das Wetter passte

„Wir wollen den größten historischen Moment unserer Stadt mit dieser Aktion in Erinnerung rufen“, begründet der frühere Kommunalpolitiker Martin Holland , warum er vor 13 Jahren auf die Idee zum Historienspiel kam. Hier sei bis dato zu wenig passiert, das habe ihn motiviert.

Am Vormittag war der alle zwei Jahre ausgelobte Westfälische Friedenspreis unter großer medialer Beachtung im Rathaus verliehen worden. Anschließend fand das Historienspiel unter authentischen Bedingungen bei leichtem Nieselregen unter freiem Himmel hinter dem Rathaus statt.

Tänzerische Interpretation

Rund 300 Zuschauer lauschten zunächst Manfred Schneiders Glockenspiel vom Stadthausturm. Das Stadtfanfarenkorps Münster sorgte am Boden für den musikalischen Rahmen zum Historienspiel. Eine von sechs Tänzerinnen der Tanzschule Heidi Sievert dargebotene Interpretation damaliger Verhandlungen (Choreographie Burkhard Spinnen), getanzt an den Chillida-Bänken im Innenhof, zeigte dann die modernere Seite des Stadtheimatbunds, wie dessen Vorsitzende Ursula Warnke betonte.

Der Höhepunkt folgte nach kurzer Ansprache des münsterischen Oberbürgermeisters Markus Lewes mit dem Erscheinen der Gesandten in historischen Kostümen sowie des Friedensreiters zu Pferd, dargestellt von Mitgliedern der Niederdeutschen Bühne Münster, dem Reit- und Fahrverein sowie der Bläservereinigung Albachten.

Noch einmal verlas der Reiter vor seiner Entsendung aus dem Friedensvertrag vom 24. Oktober 1648, Paragraph 98, „soll jede Feindseligkeit aufhören ... sollen Eilboten zu den Heerführern gesandt werden“.

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