Mo., 17.11.2014

Minister besucht Bewohner in der Dreifaltigkeitskirche „Hilfspaket ist maßgeschneidert“

Minister Schneider (v.l.), Sandra Wehrmann, Thomas Paal und Bernhard Mühlbrecht besuchen Ferdinand Wöstmann in seinem Appartement.

Minister Schneider (v.l.), Sandra Wehrmann, Thomas Paal und Bernhard Mühlbrecht besuchen Ferdinand Wöstmann in seinem Appartement. Foto: Oliver Werner

Münster - 

„Wohnen 60 plus“ heißt das Projekt, das acht Männern zwischen 63 und 87 Jahren in der ehemaligen Dreifaltigkeitskirche ein neues Zuhause bietet.

Von Martina Döbbe

Premiere für den Minister, Premiere aber auch für die Bewohner: Guntram Schneider war am Montag erstmals in der ehemaligen Dreifaltigkeitskirche zu Gast, um sich über das Angebot „Wohnen 60 plus“ zu informieren. Ein Besuch, den der nordrhein-westfälische Arbeits- und Sozialminister dazu nutzte, um mit den Projektverantwortlichen, aber auch einigen Bewohnern dieser Zielgruppe ins Gespräch zu kommen. Sein Fazit: „Ein maßgeschneidertes Hilfspaket , das hier geschnürt worden ist. Und das sich daran orientiert, was den Menschen gut tut. Sie werden in die Mitte der Stadt geholt, nicht irgendwo dezentral abgeschoben.“

Das sei ohnehin etwas, was Münster in verschiedenen Bereichen immer wieder gelinge: „Ob jetzt wie hier bei der Gruppe von wohnungslosen Menschen, aber auch im Bereich der Flüchtlingsunterbringung hat die Stadt es geschafft, vorbildlich zu agieren“, wandte er sich zum Abschluss seines Besuches an den städtischen Sozialdezernenten Thomas Paal .

Bernhard Mülbrecht hatte zuvor als Vorsitzender des Fördervereins für Wohnhilfen deutlich gemacht, dass diese Form des Wohnangebots etwas sei, das landesweit Interesse geweckt und schon viele Besucher angezogen habe, um sich über das Projekt zu informieren. Acht Appartements stehen in der ehemaligen, zu Wohn- und Büroräumen umgebauten Kirche zur Verfügung, um pflegebedürftigen, älteren, wohnungslosen Menschen ein neues Zuhause zu geben. Auch mit dem zurzeit Ältesten, einem 87-Jährigen, hatte sich Guntram Schneider unterhalten, ebenso mit zwei weiteren Bewohnern, die allesamt ihm gegenüber deutlich gemacht hätten: „Sie fühlen sich hier sehr wohl.“ Möglich sei hier die Verbindung von einem selbst bestimmten Leben im Rahmen der eigenen Möglichkeiten mit dem Angebot zur Hilfe und Unterstützung, wo es gewünscht werde. Das Land hatte die Pilotphase des Projektes aus dem Topf „Weiterentwicklung der Hilfen in Wohnungsnotfällen“ mit insgesamt 170 000 Euro gefördert.

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