Mi., 26.11.2014

SPD, Grüne, Piraten und ÖDP einig Allianz für neue Bäder in Münster

Auf dem Grundstück des alten Südbades (unten) im Geistviertel wollen SPD, Grüne, Piraten und UWG ein neues Südbad bauen.

Auf dem Grundstück des alten Südbades (unten) im Geistviertel wollen SPD, Grüne, Piraten und UWG ein neues Südbad bauen. Foto: Oliver Werner

Münster - 

Eine Parteien-Allianz aus SPD, Grünen, Piraten und ÖDP setzt sich für den Neubau von zwei Bädern in Münster ein, ferner soll das Hallenbad Kinderhaus, das unter dem Unwetter gelitten hat, saniert werden. Den vier Parteien fehlt im Rat eine Stimme zur Durchsetzung des Konzeptes. Sie könnte von der Linken kommen.

Von Klaus Baumeister

Im Rat der Stadt Münster zeichnet sich eine Mehrheit für ein umfassendes Investitionspaket zum Bau neuer Bäder ab. Für die Ratssitzung am 10. Dezember wollen SPD , Grüne, Piraten und ÖDP einen gemeinsamen Antrag einbringen, in dem festgehalten wird, dass „in Münster zu wenig Schwimm- und Bademöglichkeiten“ existieren.

Fotostrecke: Überblick über die Schwimmbäder in Münster - Daten & Zahlen

Konkret werden folgende Forderungen gestellt:

► Bau eines neuen Südbades durch das städtische Unternehmen Wohn- und Stadtbau.Hierfür soll die Stadt bis zu 500 000 Euro für die Betriebskosten im Jahr „plus Abschreibung auf das Gebäude“ übernehmen. Das alte Südbad wurde 2007 geschlossen.

► Bau eines neuen Bades im Westen Münsters, das „insbesondere Bedarfe der Öffentlichkeit“ abdecken soll. Die SPD hatte im Wahlkampf für ein Spaßbad in Gievenbeck geworben. Für das neue Bad soll die Stadt jährlich eine Million Euro Betriebskosten übernehmen, überdies die Abschreibungskosten.

► Sanierung des beim Unwetter stark beschädigten Hallenbades in Kinderhaus.

FDP und CDU haben bereits angekündigt, den Antrag ablehnen zu wollen. Der CDU-Fraktionschef Stefan Weber nennt ihn eine „Anleitung, um in die Haushaltssicherung zu geraten“. Die CDU hatte jahrelang ein privat finanziertes Südbad favorisiert. Wie aus einer Stellungnahme der Stadtverwaltung hervorgeht, hat sich diese Lösung als nicht darstellbar erwiesen.

 

Dem Parteienbündnis von SPD, Grünen, Piraten und ÖDP fehlt im Rat eine Stimme zur Mehrheit. Ob diese Stimme von den Linken kommt, ist noch offen. Der Fraktionschef der Linken, Rüdiger Sagel, erklärt auf Anfrage, dass die Bäderfrage Teil eines „größeren Paketes“ sei, über das derzeit verhandelt werde. Konkret fordern die Linken mehr Geld für die Bereiche Flüchtlingsarbeit, Betreuung von Hartz-IV-Empfängern sowie Armutsbekämpfung bei Kindern.

Sollten SPD und Grüne der Linken in diesen Fragen entgegenkommen, könnte sich die Linke eine Zustimmung vorstellen. Gegebenenfalls würde es auch genügen, dass sich die vierköpfige Fraktion der Stimme enthält.

Auch wenn der ÖDP-Ratsherr Franz Pohlmann das Vier-Parteien-Papier mitträgt, so gießt er etwas Wasser in den Wein. Mit dem Bäderkonzept will er sich eine „Planungsoption“ offen halten. Ein Baubeschluss sei das aber noch nicht.

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