Mo., 23.02.2015

Abendvisite mit Prof. Heinz Wiendl Hoffnung für viele MS-Kranke

Prof. Dr. Heinz Wiendl 

Prof. Dr. Heinz Wiendl  Foto: ide

Münster - 

Die Multiple Sklerose ist Thema der nächsten Abendvisite, die am 3. März stattfindet. Referent ist Prof. Heinz Wiendl.

Von Martina Döbbe

200 000 Patienten in Deutschland , zwei Millionen weltweit. Tendenz: steigend. Multiple Sklerose (MS) ist eine Erkrankung des Nervensystems – und das komplizierte daran: „Sie hat vielfältige Gesichter, der Verlauf und das Ausmaß sind bei den Patienten oftmals vollkommen unterschiedlich“, sagt Prof. Dr. Heinz Wiendl . Der Direktor der Klinik für Neurologie am Universitätsklinikum Münster ist Experte auf dem Gebiet – und Referent der nächsten Abendvisite . Darin wird er über die verbesserten Möglichkeiten informieren, die den Ärzten inzwischen bei der Behandlung von MS-Kranken zur Verfügung stehen. „Bessere Möglichkeiten in der MS-Therapie – Chancen und Risiken“ lautet das Thema am 3. März (Dienstag).

„Vor zehn Jahren konnten wir deutlich weniger machen“, blickt Prof. Wiendl zurück. Inzwischen seien neue Medikamente verfügbar, gut wirksame, aber: „Man muss auch die Risiken abwägen, die dem gegenüberstehen.“ Je intensiver die Medikation, je höher oft auch die Nebenwirkungen. Ob in Tabletten- oder in Spitzenform – entscheidend sei, die Nutzen-Risiko-Einschätzung bei jedem Betroffenen individuell. Die Krankheit mit den unterschiedlichen Verläufen, die oft in Schüben auftreten, kann zum Beispiel mit einer Entzündung des Sehnervs beginnen. Aber auch Gefühlsstörungen in Armen und Beinen, Lähmungen sind Anzeichen für eine Multiple Sklerose. „Es ist oft eine Baukastendiagnose, die sich aus verschiedenen Elementen zusammensetzt, zu der wir Kernspintomografie ebenso nutzen wie Untersuchung des Hirnwassers“, betont der Experte.

Deutlich häufiger betroffen von der Erkrankung sind Frauen: Etwa drei- bis vielmal öfter als Männer erkranken sie an Multipler Sklerose. Und: Oft sind es noch sehr junge Menschen, die betroffen sind. Zwischen 20 und 40 Jahren tritt die Krankheit besonders häufig auf. Prof. Wiendl ist wichtig, bei allen Einschränkungen das Positive zu vermitteln: „Es gibt heute so viele neue Erkenntnisse und Möglichkeiten, dass wir in einer Vielzahl der Fälle die Betroffenen gut durchs Leben begleiten können.“

Zum Thema

Die Abendvisite beginnt am 3. März um 18 Uhr im Medienhaus Aschendorff, An der Hansalinie 1. Karten gibt es im WN-Ticket-Shop am Prinzipalmarkt.

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