So., 15.03.2015

Neuer Streit innerhalb der Tafel Neuer Ärger in der Münster-Tafel

Münster - 

Roland Goetz, Vorsitzender der Tafel, schlug in dieser Woche vor, den Verteilstellen mehr Selbstständigkeit einräumen zu wollen. Diese Idee schlägt nur Wellen und löst Kritik aus.

Von Gabriele Hillmoth

Die Vorwürfe, die gegen den Vorsitzenden der Münster-Tafel, Roland Goetz , erhoben werden, reichen von einer Regentschaft nach Gutsherrenart bis hin zu der Vermutung, dass er die Tafel gegen die Wand fahren und auflösen werde. „Das ist Unsinn“, sagt Irmgard Thierkopf von der Tafel.

Die Zahl derer, die um Hilfe bitten, wachse ständig, betont das ehrenamtliche Mitglied. Momentan erreiche die Tafel in Münster in 23 Ausgabestellen etwa 13 000 Bedürftige. Insgesamt seien dafür rund 500 ehrenamtliche Helfer im Einsatz. Irmgard Thierkopf, die seit 1998 mitarbeitet, freut sich, dass die Tafel vor allem in den Kirchengemeinden unterstützt werde.

Trotzdem sorgt die Tafel auch immer wieder für Schlagzeilen. Irmgard Thierkopf berichtet, dass Roland Goetz die Selbstständigkeit der einzelnen Verteilstellen in Münster angedacht habe. „Dies ist aber nur eine Idee“, fügt sie hinzu. Diese Idee sei auch vor dem Hintergrund mit dem Streit in der Ausgabestelle in Albachten entstanden. Dort sei kein Mitarbeiter bereit gewesen, der Tafel beizutreten und als Verbindungsglied zum Verein zu agieren, erläutert Irmgard Thierkopf. Die Münster-Tafel habe den Albachtenern angeboten, ab Januar wieder Lebensmittel zu liefern, aber es seien keine Reaktionen gekommen. „Wir laufen nicht hinterher.“

Die Idee des Vorsitzenden für mehr Selbstständigkeit der Verteilstellen habe auch damit zu tun, dass sich manche Ausgaben nicht an Absprachen hielten. Beispielsweise würden manche nicht von jeder Person, die Lebensmittel abhole, wie vereinbart, einen Euro nehmen. Insgesamt verspricht sich der Vorsitzende mit seinem Vorschlag weniger Ärger. Die Selbstständigkeit habe aber nichts mit den Lebensmittellieferungen zu den Ausgabestellen zu tun, so Thierkopf.

Insgesamt sei die Arbeit der Tafel an ihre Kapazitäten gestoßen, darum sei 2014 beschlossen worden, keine Lebensmittel an Flüchtlinge auszugeben. Thierkopf berichtet außerdem, dass der Weggang der Humana-Milchwerke mit Lebensmittelspenden von Aldi-Niederlassungen aufgefangen werde.

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