Mi., 29.04.2015

Bundespräsident a.D. Horst Köhler Ehrengast Immer gern in Münster

Bundespräsident a.D. Horst Köhler ist immer gern in Münster. Am Dienstag ist er einer der Gratulanten beim Festakt im Schloss zum Gedenken an den 100. Geburtstag von Prof. Dr. Kurt Aland.

Bundespräsident a.D. Horst Köhler ist immer gern in Münster. Am Dienstag ist er einer der Gratulanten beim Festakt im Schloss zum Gedenken an den 100. Geburtstag von Prof. Dr. Kurt Aland. Foto: Oliver Werner

Münster - 

Beim Festakt zum 100. Geburtstag von Prof. Kurt Aland und dem 50. Gründungstag der Hermann-Kunst-Stiftung zählte Bundespräsident a.D. Horst Köhler zu den Gästen im Schloss.

Von Martina Döbbe

Der Bundespräsident a.D. ist früh aufgestanden. „Der Zug wartet nicht auf mich.“ Der Zug? Ja tatsächlich, Horst Köhler ist mit der Bahn nach Münster gereist. Abfahrt in Berlin Dienstagmorgen 6.40 Uhr. Pünktlich. Und an Münsters Hauptbahnhof wartet auch keine Staatskarosse auf den 72-Jährigen, der bis 2010 sechs Jahre Deutschlands Staatsoberhaupt war. Er scheint es nicht zu vermissen.

Forschung und Bibelmuseum

Prof. Kurt Aland, dessen 100. Geburtstag mit einem Festakt gefeiert wurde, hat das Institut für Neutestamentliche Textforschung 1959 an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Westfälischen-Wilhelms-Universität gegründet. 1979 folgte der Aufbau des Bibelmuseums. Ihm immer zur Seite stand seine Frau Barbara, die am Dienstag beim Festakt dabei war und der viele Dankesworte der einzelnen Redner galten.Neben Bundespräsident a.D. Prof. Dr. Horst Köhler lobten auch Präses Annette Kur­schus (Ev. Kirche von Westfalen), Dr. Christoph Rösel (Generalsekretär der Deutschen Bibelgesellschaft) und Prof. Dr. Hermut Löhr (Dekan der Evangelisch-Theologischen Fakultät) die Strahlkraft, die die Arbeit des Instituts für Neutestamentliche Textforschung weltweit ausgeübt habe. Der heutige Institutsleiter, Prof. Dr. Holger Strutwolf, hielt die Laudatio auf Kurt Aland, der Landesbischof i.R. Prof. Dr. Christoph Kähler tauchte in seinem Festvortrag ein in die „Lesarten der Lutherbibel. Textforschung als Anstoß zu ihrer Revision.“

Zwei Personenschützer begleiten ihn, halten sich aber dezent im Hintergrund, während er interessiert in Münsters Schloss umherspaziert. Köhler ist Ehrengast beim Festakt zum 100. Geburtstag von Prof. Dr. Kurt Aland und 50. Jahrestag der Gründung der Hermann-Kunst-Stiftung zur Förderung der neutestamentlichen Forschung. Und das ist auch ein Grund, weshalb er „nach langer Zeit“ mal wieder in Münster zu Besuch ist. Horst Köhler ist Vorsitzender dieser Stiftung, die die Arbeit des Instituts für Neutestamentliche Textforschung unterstützt und fördert.

Wann er das letzte Mal in Münster war? Da kommt er doch ein bisschen ins Grübeln. Ja, wann war das denn bloß? Ein Fotograf kann helfen. „Das war bei der Skulptur Münster 2007.“ Ja genau, der Bundespräsident a.D. kann sich wieder gut erinnern. „Richtig, da bin ich doch mit dem Rad unterwegs gewesen.“ Er hat mit Künstlern gesprochen, aus dem Goldenen Hahn getrunken, auf dem Prinzipalmarkt Münsteranern die Hand geschüttelt. Aber an diesem Tag hat er gar keine Zeit, länger in der Stadt zu bleiben und mal unerkannt durch die Straßen zu bummeln. „Schade, ich bin immer gern in Münster, aber gleich geht es zurück, am Abend habe ich den nächsten Termin in Berlin“, erzählt er locker.

Zuvor reiht Horst Köhler sich noch ein in die Schar der Festgäste und Gratulanten, die die Bedeutung von Prof. Kurt Aland würdigen. Bürgermeisterin Wendela-Beate Vilhjalmsson lässt Lokalpatriotismus durchblitzen: „Er hat 1959 einen Ruf nach Chicago abgelehnt, stattdessen hier das Institut für Neutestamentliche Textforschung aufgebaut und später noch das Bibelmuseum gegründet.“ Beides habe Münster weltweit bekannt gemacht. „Und dafür danken wir ihm.“

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