Do., 30.04.2015

Katholikentag in Münster Oberbürgermeister Markus Lewe schlägt Zuschuss-Summe vor

 

  Foto: Caroline Seidel

Münster - 

Die umstrittene Unterstützung für den 2018 geplanten Katholikentag geht in die nächste Runde. Ob es eine Mehrheit gibt, entscheidet sich am Mittwoch.

Von Dirk Anger

Die nächste Runde im politischen Ringen um einen städtischen Zuschuss für den im Jahr 2018 in Münster geplanten Katholikentag ist eröffnet: Oberbürgermeister Markus Lewe schlägt den Ratsfraktionen jetzt vor, die bundesweit bedeutsame Großveranstaltung katholischer Laien von Seiten der Stadt Münster mit Sachleistungen in einem Wert von 982 000 Euro zu unterstützen. Über diesen Vorschlag soll der Rat der Stadt bereits in seiner Sitzung am 6. Mai entscheiden.

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In Absprache mit dem ausrichtenden Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) hat die Stadtverwaltung ausgelotet, welche Unterstützungsleistungen – abseits von einer direkten finanziellen Zuwendung – möglich sind. Einen vom ZdK beantragten Barzuschuss hatte bekanntlich eine Mehrheit von SPD , Grünen und Linken aus unterschiedlichen Gründen abgelehnt und damit republikweit Schlagzeilen gemacht.

Die aktuelle, von Oberbürgermeister Markus Lewe gezeichnete Verwaltungsvorlage listet auf, welche Sachleistungen die Stadt für den Katholikentag zur Verfügung stellen kann: Die Nutzung der Halle Münsterland wird mit 300 000 Euro veranschlagt, weitere städtische Veranstaltungsräume, die dem ZdK angeboten werden, sind mit 100 000 Euro aufgeführt. Weitere Leistungen der Stadt für den Katholikentag sollen der Vorlage zufolge sein: Kombiticket für den Verkehrsverbund Münster (330 000 Euro), Reinigungs- und Energiekosten der genutzten Schulen (100 000 Euro), Marketing und Werbung (20 000 Euro) und Wasser (5000 Euro). Insgesamt 17 Punkte listet die Stadt auf. Allerdings sieht man sich derzeit außerstande, dem Vorbereitungsteam des Katholikentags ein Büro für eine Geschäftsstelle zur Verfügung zu stellen. Auch über Lagerflächen für die Großveranstaltung verfügt die Stadt nach Aussage des Amtes für Immobilienmanagements nicht.

In seinem Papier weist Oberbürgermeister Lewe ausdrücklich daraufhin, dass aus rechtlichen Gründen etwa Leistungen städtischer Gesellschaften durch „Komplementärzahlungen“ der Stadt ausgeglichen werden müssen. Übersetzt bedeutet dies: Diese Unterstützung belastet den Haushalt der Stadt. Auch Reinigungs- und Versorgungsdienstleistungen bedürfen aus gebührenrechtlichen Gründen einer Gegenfinanzierung im städtischen Etat, heißt es.

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