Do., 18.06.2015

Kulturspektakel im Allwetterzoo Zoo wird zur Showbühne

Organisieren das 5. Internationale Straßenkünstler-Festival (v.l.): Christoph Nientiedt und Stefanie Heeke (Allwetterzoo) sowie die Festival-Macher Steffi Stephan und Nicolas Leibel bei den Poitou-Rieseneseln.

Organisieren das 5. Internationale Straßenkünstler-Festival (v.l.): Christoph Nientiedt und Stefanie Heeke (Allwetterzoo) sowie die Festival-Macher Steffi Stephan und Nicolas Leibel bei den Poitou-Rieseneseln. Foto: hpe

Münster - 

Beim 5. Internationalen Straßenkünstler-Festival am 4. und 5. Juli im Zoo treten 30 Künstler zwischen Affenhaus und Elefantenpark auf. Geboten wird ein buntes Programm aus Musik, Theater, Comedy, Jonglage und Artistik.

Von Helmut Etzkorn

Wenn ein Eselsbiss Glück bringt, wird auch das fünfte Straßenkünstler-Festival am 4. und 5. Juli im Allwetterzoo ein Erfolg. Beim Fototermin am Mittwoch im Tierpark gesellte sich Mitveranstalter und Musiker Steffi Stephan zwischen die Poitou-Riesenesel. Und wurde prompt von einem der zotteligen Langohren in den kleinen Finger gebissen.

Stephan verschmerzte es im wahrsten Sinne des Wortes, auch wenn beim anschließenden Mediengespräch der Finger bedrohlich rot wurde. Stephans Botschaft blieb trotzdem optimistisch: „Wir haben aus 145 Bewerbern die besten internationalen Künstler ausgewählt, sie werden die tierische Vielfalt im Zoo noch bunter machen.“

Von der Mittelaltermusik mit „Amor Vino Musica“ über die österreichische Jonglage-Darstellerin Arine Oechsner und das Musik-Comedyduo „Die 3 lustigen 2“ bis zur Vollblutkellnerin Edelgard und den Ballonkünstlern „Frieda & Falo“ ist zwischen Elefantenpark und Tropenhaus alles am Start, was in der Szene Rang und Namen hat.

Organisator Nicolas Leibel : „In den ersten Jahren mussten wir noch für eine Teilnahme am Festival in Münster werben, Inzwischen können wir uns vor Bewerbungen kaum noch retten.“ Fast alle Akteure treten sonst nur auf Bühnen oder in Fußgängerzonen auf. Die Performance an einem ungewöhnlichen Ort zwischen Löwe und Pinguin ist für alle Künstler „ein besonderer Spaß und eine echte Herausforderung“, so Leibel.

Die Künstler bekommen keine Gage und werden bei münsterischen Familien untergebracht, auch deshalb steht das Festival wieder unter dem Motto „Geld im Hut tut Künstlern gut“. Jeweils drei Akteure teilen sich einen Standplatz und werden abwechselnd aktiv, die multikulturelle Publikumsbespaßung findet jeweils von 11 bis 18 Uhr statt. Nach dem Ende der Open-Air-Kultur ist noch ein Meeting mit allen Akteuren auf dem Landois-Platz vorgesehen. Leibel: „Wir fördern den Dialog in der Straßenmusiker-Szene und bieten allen die Chance, gemeinsam das tierische Wochenende ausklingen zu lassen.“

Für manche Künstler ist der Zoo-Auftritt auch eine Möglichkeit, seine Fähigkeiten und neue Programme zu testen. Wer mit seiner Performance gut ankommt, kann beruhigter auf Tournee gehen.

Die Zoobesucher müssen keinen Aufpreis bezahlen, die Veranstaltung findet auch bei Regen statt.

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