So., 02.08.2015

Radtour für den Frieden In die Pedale gegen den Krieg

Start zur Friedensfahrradtour am Rathaus: 20 Teilnehmer sind bis zum 9. August unterwegs.

Start zur Friedensfahrradtour am Rathaus: 20 Teilnehmer sind bis zum 9. August unterwegs. Foto: Judith Kerstens

Münster - 

Die Friedensgesellschaft-Vereinigte Kriegsdienstgegner ist zurzeit auf Friedenstour. Bis zum 9. August legen rund 20 Radfahrer eine knapp 400 Kilometer lange Strecke zurück.

„Den Opfern der Kriege und der Gewalt“ – so heißt es auf einer Gedenktafel im Rathausinnenhof . Eine Gruppe von Menschen schmückt ihre Räder am Samstag mit Friedensfahnen, dann macht sie sich auf zu einer Reise. Über 400 Kilometer geht es zum deutschen Atomwaffenstandort in Büchel, um an die Opfer der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki vor 70 Jahren zu erinnern.

Organisator ist die Deutsche Friedensgesellschaft-Vereinigte Kriegsdienstgegner ( DFG-VK ) NRW, die für die Gestaltung eng mit der Friedenskooperative Münster zusammenarbeitet. Bis zum 9. August werden die rund 20 Radfahrer auf einer knapp 400 Kilometer langen Strecke unterwegs sein und diverse Zwischenhalte an Orten machen, die für die DFG-VK entweder eine positive oder negative Bedeutung für die Friedenspolitik haben.

Dass die Tour in Münster startet, ist kein Zufall – „Krieg beginnt hier“, so Hugo Elkemann von der Friedenskooperative Münster. Er sieht einen Widerspruch zwischen der Friedensstadt Münster und der Militärstadt, die Münster sei. Ein Standort, in dem Kriegseinsätze weltweit unterstützt würden, sei das Deutsch-Niederländische Korps.

Brigitte Schubert ist aus Dortmund angereist, um an einer Etappe teilzunehmen. „Ich finde die aktuelle Weltsituation sehr bedrohlich. Deutschland trägt als Waffenexportweltmeister viel Verantwortung, etwas für Abrüstung zu tun.“ Joachim Schramm, Landesgeschäftsführer der DFG-VK, nimmt zum zweiten Mal an einer Tour teil. Für ihn stimmt die Kombination aus „netten Leuten, Natur und Rad fahren in Verbindung mit dem politischen Ziel, die in Deutschland stationierten Atombomben abzuschaffen“. Drei Teilnehmer seien sogar extra aus Weißrussland angereist, um gemeinsam ein Zeichen des Friedens zu setzten.

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