Mo., 10.08.2015

Islam-Archiv kommt nach Münster Islamischer Preis für Lewe

Markus Lewe (l.) beim Fest der Religionen im Friedenssaal.

Markus Lewe (l.) beim Fest der Religionen im Friedenssaal. Foto: Oliver Werner

Münster - 

Münster sieht sich als religiös tolerante Stadt. Jetzt erhält Oberbürgermeister Markus Lewe dafür den Friedenspreis des Soester Islam-Archivs.

Von Günter Benning

„Das ist eine große Ehre – für die ganze Bürgerschaft der Stadt.“ Oberbürgermeister Markus Lewe wird am 8. November den Mohammad-Nafi-Tschelebi Friedenspreis für das Jahr 2015 erhalten. Ein Preis, den das in Soest ansässige Islam-Archiv-Deutschland jährlich vergibt. Mohammad Nafi Tschelebi , ein syrischer Student, hat das Archiv 1927 gegründet.

Den Preis erhalten in diesem Jahr Markus Lewe sowie der Hannoveraner Professor Dr. Peter Antes. Dritter Preisträger ist die Rems-Murr-Rundschau, die von 2012 bis 2014 täglich über den Islam in Baden-Württemberg berichtet hat.

Überreichen wird den Preis der Geschäftsführer des Islam-Archivs, Muhammad Salim Abdullah (85), ehemals Journalist der Deutschen Welle. „Die wirklich freundliche Art, wie der Oberbürgermeister den Islam behandelt“, so Abdullah, sei der Grund für die Auswahl gewesen. Außerdem wolle man an den Westfälischen Frieden erinnern.

Der Muhammad-Nafi–Tschelebi Friedenspreis soll künftig nur noch in Münster verliehen werden. Dessen betagter Leiter bereitet mit dem münsterischen Institut für Islamwissenschaften einen Assoziations-Vertrag vor. Bei seinem Tode werden die über 3000 Fachbücher und Dokumente über die Geschichte des Islam in Deutschland an das Institut übergehen.

Zu den bisherigen Preisträgern zählen unter anderem die ehemalige Ausländerbeauftragte der Stadt Berlin, Professor Barbara John, der österreichische Ökumeniker Petrus Bsteh, der Präsident des Päpstlichen Rates, für den Interreligiösen Dialog, Kurien-Erzbischof Michael Fitzgerald ( Vatikan ), der ehemalige Ausländerbeauftragte des Landes Nordrhein Westfalen, Dr. Klaus Lefringhausen, der Publizist und Nahostfachmann Dr. Michael Lüders, der ehemalige Oberbürgermeister der Stadt Köln, Fritz Schramma, der Vorsitzende des Zentralrates der Sinti und Roma, Romani Rose sowie der ehemalige Rabbiner von Westfalen-Lippe, Dr. Henry Brandt.

Markus Lewe freute sich gestern vor allem für alle, „die sich für den interreligiösen Dialog in dieser Stadt eingesetzt haben“. Dazu gehören das jährliche Treffen der Religionen, der interreligiöse Dialog und zahlreiche Aktivitäten, in denen sich unterschiedliche Religionen, „nicht nur mit Respekt, sondern auch mit Humor begegnen.“

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