Förderverein Münster-Rjasan wird 25 Jahre alt
Gelebte Partnerschaft

Münster -

Mit vielen Veranstaltungen will der Förderverein Münster-Rjasan ein besonderes Jubiläum begehen – dem eigenen 25. Geburtstag.

Freitag, 22.01.2016, 05:01 Uhr

Die Vorstandsmitglieder des Fördervereins Münster-Rjasan, (v.l.) Birgit Lückemeyer, Udo Lückemeyer und Jörg Brokhues stellten das Veranstaltungsprogramm im Jubiläumsjahr vor.
Der Vorstand des Fördervereins Münster-Rjasan – (v.l.) Birgit Lückemeyer, Udo Lückemeyer und Jörg Brokhues – stellte das Veranstaltungsprogramm im Jubiläumsjahr vor. Foto: Oliver Werner

In der vergangenen Woche ging die Liebe zur russischen Partnerstadt durch den Magen: Der Förderverein Münster-Rjasan hatte zu einem Kochabend in Gievenbecker „La Vie“ eingeladen. Mit der Zubereitung und Verkostung typisch russischer Spezialitäten wie Blini und Bortsch begann für den Förderverein das Jubiläumsjahr: Vor 25 Jahren, ein Jahr nachdem die Städtepartnerschaft geschlossen worden war, gründete sich der Förderverein.

Die Vorsitzende Birgit Lückemeyer entdeckte ihre Liebe zu Rjasan vor 16 Jahren. Zufällig sah sie an der Feuerwache am Yorkring, wie Wagen mit Paketen von Münsteranern für Rjasaner beladen wurden. „Ich wurde neugierig und kam dann von Rjasan nicht mehr los“, sagt Lückemeyer.

Pakete für bedürftige Menschen in Rjasan werden schon längst nicht mehr transportiert: Der Förderverein organisiert aber immer noch eine Sammel-Überweisungsaktion: rund 80 Münsteraner nutzen den Service regelmäßig, um ihre bedürftigen Freunde in Rjasan zu beschenken. 750 000 Euro flossen so in den vergangenen Jahren direkt zu Menschen in der Partnerstadt.

Der Verein, der sich in Münster gründete, um den humanitären Hilfsaktionen zur Wendezeit in Russland eine organisatorische Basis zu geben, hat seinen Charakter längst gewandelt. Soziale Projekte, wie etwa die Altenhilfe des Sozialen Fonds oder die Unterstützung ehemaliger Zwangsarbeiter werden fortgesetzt, im Vordergrund stehen aber der gegenseitige Austausch und die Begegnung. Im Mai bietet der Fördereverein erneut eine Bürgerreise nach Rjasan an, einige wenige Plätze sind noch frei. Im Jubiläumsjahr organisiert der Verein in jedem Monat eine Veranstaltung, Vorträge, eine Fotoausstellung in der Bezirksregierung am Domplatz, weitere Kochabende oder im Oktober einen Rezitationsabend des Ensembles „Tönende Texte“ mit Literatur des aus Rjasan stammenden bekannten russischen Dichters Sergej Jessenin und Annette von Droste-Hülshoff.

Bei alledem hofft der Verein, dem momentan 129 Münsteraner angehören, mehr Menschen neugierig auf Rjasan zu machen. Birgit Lückemeyer: Die Partnerschaft wird bei uns mit sehr viel Liebe und Hingabe gepflegt.“

 

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