Do., 28.01.2016

Sparkasse Münsterland Ost baut digitale Kundenangebote aus Beratung mit der Videokamera

Der Sparkassen-Vorstand möchte über viele Kanäle erreichbar sein (v.l.) Markus Schabel, Wolfram Gerling, Klaus Richter, Peter Scholz und Roland Klein

Der Sparkassen-Vorstand möchte über viele Kanäle erreichbar sein (v.l.) Markus Schabel, Wolfram Gerling, Klaus Richter, Peter Scholz und Roland Klein Foto: Werner

Münster - 

Neben dem Umbau der Filiallandschaft baut die Sparkasse Münsterland Ost ihre digitalen Beratungsangebote konsequent aus. Sie rechnet damit, dass bis zum Jahr 2020 rund 100 000 Kunden online mit dem Geldinstitut zusammenarbeiten werden. Schon heute ist eine Beratung mit der Videokamera möglich.

Die Filiale der Zukunft trägt den Namen „SparkasseDirekt“ und ist seit knapp einem Jahr am Netz. Egal, ob man nachts um 3 Uhr den Kontostand prüfen oder von unterwegs eine Überweisung erledigen möchte. Über die Sparkassen-App oder das mobile Online-Banking machen das immer mehr Kunden. „Von den 350 Studierenden, die wir seit September als Neukunden gewinnen konnten, werden 75 Prozent durch unsere Online-Berater betreut“, sagte Vorstandsvorsitzender Markus Schabel bei der Bilanzpressekonferenz.

Angesichts der „heute schon sichtbaren Entwicklung“ geht die Sparkasse Münsterland Ost davon aus, dass im Jahr 2020 mehr als 100 000 der heute über 430 000 Kunden die standortunabhängigen, medialen Zugänge zum Geldinstitut nutzen – Videoberatung inklusive. „Deshalb werden wir parallel zu den Anpassungen im Filialnetz in die Weiterentwicklung unserer SparkasseDirekt als digitalen Zugangsweg investieren“, so Schabel.

Für das Geschäftsjahr 2015 präsentierte die Sparkasse Münsterland Ost ein Rekordergebnis. Die Bilanzsumme stieg in 2015 auf 8,83 Milliarden Euro (Vorjahr 8,75 Milliarden Euro). Das Kundengeschäftsvolumen lag zum Jahresende mit 16,2 Milliarden Euro um 4,3 Prozent über dem Vorjahreswert (2014: 15,6 Milliarden Euro).

Ungeachtet historisch niedriger Zinsen konnte das Institut im Einlagengeschäft zulegen. Die Summe aller Kundeneinlagen betrug 7,1 Milliarden Euro (Vorjahr 6,6 Milliarden Euro). Das Zinsniveau belebt erneut das Kreditgeschäft: So wies die Sparkasse ein Gesamtkreditvolumen in Höhe von 6,5 Milliarden Euro aus. „Weiterhin hoch war die Nachfrage nach Immobilienfinanzierungen“, sagte Schabel.

Unterm Strich sei die Sparkasse Münsterland Ost wirtschaftlich gesund: Das zeige das Betriebsergebnis vor Bewertung. „Mit 1,29 Prozent beziehungsweise 113 Millionen Euro der durchschnittlichen Bilanzsumme haben wir in herausfordernden Zeiten ein gutes Ergebnis erzielt“, so Schabel. Der Jahresüberschuss von 20 Millionen Euro sei auf hohen Niveau des Vorjahres geblieben.

Die Geschäftsfelder legten steigende Zahlen vor. Das Privat Banking betreut ein Volumen von 1,5 Milliarden Euro. „Das Firmenkundengeschäft erlebt eine moderate Belebung der Investitionsbereitschaft“, so Vorstand Wolfram Gerling. Im Kreditgeschäft ist ein Plus von 5,2 Prozent im Bestand in Höhe von 3,3 Milliarden Euro zu verzeichnen.

Mit Blick auf die niedrigen Zinsen haben langfristige Anlagen Seltenheitswert, so Vorstand Roland Klein. Die Privatkunden setzen auf Spareinlagen (1,88 Milliarden Euro) und Wertpapiere (2,2 Milliarden Euro). Der Bestand an Krediten hat sich um 48 Millionen Euro erhöht, die Gesamtsumme liegt bei 3,1 Milliarden Euro.

Sparkassen-Anlaufstelle für Flüchtende in der Oxford-Kaserne

Die Zahl der flüchtenden Menschen, die in Münster Zuflucht suchen, wird im Laufe des Jahres voraussichtlich fünfstellig, sagen Prognosen voraus. Die Sparkasse Münsterland Ost möchte die Abläufe ein Stück vereinfachen. Die Flüchtlinge sollen „schnell und unkompliziert am Zahlungsverkehr teilnehmen“, so Vorstandsmitglied Roland Klein. Im Rahmen eines Pilotprojektes wird gerade ein Team zusammengestellt, das sich ausschließlich darum kümmern soll. „Derzeit sind wir mit der Stadt Münster im Gespräch, eine zentrale Anlaufstelle der Sparkasse für Flüchtende – beispielsweise in der Oxford-Kaserne – einzurichten“, so Klein. Die baulichen und organisatorischen Voraussetzungen sollen bis April geschaffen sein. Die Flüchtenden sollen für einen Zeitraum von einem Jahr ein kostenfreies Konto bekommen, sagte Klein.

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