Förderverein Münster-Rjasan
Ehrung für vier Pioniere

Münster -

Der Förderverein Münster-Rjasan besteht seit 25 Jahren. Am Dienstagabend ehrte der Verein vier der Gründungsmitglieder, die heute noch dabei sind.

Mittwoch, 02.03.2016, 16:03 Uhr

Blumen für die Gründungsmitglieder: Der Vorstand des Fördervereins Münster-Rjasan ehrte bei seiner Versammlung (v.l. mit Blumen) Anneliese Harking, Adelheid Mirwa, Theo Sträßer und Winfried Westhoff.
Blumen für die Gründungsmitglieder: Der Vorstand des Fördervereins Münster-Rjasan ehrte bei seiner Versammlung (v.l. mit Blumen) Anneliese Harking, Adelheid Mirwa, Theo Sträßer und Winfried Westhoff. Foto: kv

Es war der 14. Mai 1991, als sich im Konferenzraum des Stadthauses 2 am Ludgeriplatz rund zwei Dutzend engagierte Münsteraner trafen, um der Städtepartnerschaft mit dem damals noch sowjetischen Rjasan eine Basis in der Bürgerschaft zu geben. Der Förderverein Münster-Rjasan wurde aus der Taufe gehoben, acht der damaligen Gründungsmitglieder gehören 25 Jahre später immer noch dem Förderverein an – vier von ihnen waren am Dienstagabend bei der Mitgliederversammlung des Vereins in der Rüstkammer des Rathauses dabei. Anneliese Harking, Theo Sträßer, Winfried Westhoff und Adelheid Mirwa wurden vom frisch neu gewählten Vorstand des Vereins geehrt. Sie erinnerten sich an die Pionierzeiten des Vereins, die vor allem von der humanitären Notlage in den Umbruchzeiten in Russland geprägt waren.

Die enorme Spendenbereitschaft der Münsteraner für bedürftige Menschen in Rjasan benötigte eine institutionelle Basis – und der Vereins förderte auch schnell Kontakte zwischen den Menschen der beiden Städte. „In den ersten Jahren wurden 132 Lastwagenladungen nach Rjasan gebracht“, erinnerte Vereins-Vorsitzende Birgit Lückemeyer. Humanitäres Engagement für Pflegebedürftige, Behinderte und ehemalige KZ-Häftlinge und Zwangsarbeiter aus Rjasan prägt noch heute einen Teil der Aktivitäten des Vereins. Münsteraner, manche seit mehr als 20 Jahren, unterstützen heute noch Rjasaner mit Geldüberweisungen. Nahezu 800 000 Euro wurden in Sammelüberweisungen über das Konto des Vereins an bedürftige Privatleute geleitet.

Im Jubiläumsjahr hat der Verein mit aktuell 125 Mitgliedern viel vor. Eine Ausstellung, Lesungen, russische Kochabende und als Höhepunkt eine Bürgerreise der Münsteraner nach Rjasan im Mai. Bei den Vorstandswahlen wurde die erste Vorsitzende Birgit Lückemeyer im Amt bestätigt. Neuer zweiter Vorsitzender wurde Jörg Brokhues, Schatzmeister bleibt Norbert Siebers, neuer Schriftführer ist Malte Jost.

Als Beisitzer wurde Udo Lückemeyer, Elena Siezkina und der vorherige zweite Vorsitzende Günter-Schulze-Blasum gewählt.

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