Fr., 27.05.2016

Hawerkamp-Festival In Vielfalt schlägt das alternative Herz am Hawerkamp

Münster - 

Kunst, Kultur, Internationalität und Partys: Das alljährliche Hawerkamp-Festival demonstrierte mit Vielfalt und Qualität seine Stärke. Live-Musik und DJs sorgten dafür, dass bis morgens gefeiert wurde. Eine Band sorgte mit Kuhglocken-Soli für einen irren Bühnenauftritt.

Von Maximilian von den Benken

Hidalgo schwenkt kopfüber als menschlicher Pinsel über einem Stofftuch, wird anschließend eins mit dem Kunstwerk und von seinem Sohn ausgepeitscht. Im Hintergrund dröhnen Dub-Bässe und ein Video über Menschenrechtsverletzungen läuft – nur ein Beispiel aus der unglaublichen Vielfalt an Live-Musik, Kunst, Kultur, Internationalität und Partys. Mit Stärke demonstrierte der Hawerkamp bei der 17. Auflage des Festivals, für welche Qualitäten er steht. Zugleich schickte er am Mittwoch damit alle Kritiker und alle haltlosen Gerüchte über sein Ende auf den Mond.

Das Festival lockte erneut weit über 1000 Besucher. Das Publikum war so gemischt wie das Programm – von Anfang 20 bis über 60. Das Prinzip hieß wie seit jeher: Einmal zahlen, überall rein und die Erlöse fließen in Renovierungsmaßnahmen. Carsten Peters vom Verein Hawerkamp 31, der das Gelände verwaltet, sagte: „Wir wollen einen repräsentativen Querschnitt bieten, was hier auf dem Gelände so passiert.“ Der Verein hat aktuell über 80 Mieter. „Dieser Nutzungsmix, ist ja das, was den ‚ Kamp ‘ ausmacht“, so Peters.

Feiern bis morgens

Das Festivalprogramm las sich wie ein Code für diese kulturelle Breite. Da waren zum Beispiel die atmosphärischen Indie-Rocker „ Go Go Berlin“ und die stimmgewaltige Punkrock-Band „ Abramowicz“. Ebenso überzeugten „Leoniden“, die mit eigenem Stil, Kuhglocken-Soli und irrer Bühnenshow aufwarteten. Doch auch banale Acts wie das Trash-Duo „ Pornröschen“ waren dabei. „ No Talent Necessary“ trat als lokale Band, die am Hawerkamp probt, im Außenbereich auf. Die Improvisations- und Aktionskunst von Jorge Hidalgo draußen und weitere Kunstaustellungen im Tryptychon boten ebenso Abwechslung. 

Internationale Küche und Informationsstände komplettierten das kulturelle Programm. „Die Mischung ist noch bunter geworden“, betonte Peters. In jeder Location am Hawerkamp war irgendetwas los, überall waren Menschen. Und so richtig voll wurde es dann ab Mitternacht als die DJs in Fusion und Co. Electro, Reggae, Rock und Punk auflegten und bis morgens gefeiert wurde.

Das Festival - einst gegründet, um den Hawerkamp zu retten – hat dieses ursprüngliche Ziel übrigens längst gesichert. Bis mindestens 2025 besteht ein Vertrag mit der Stadt und nun werden erste Pläne zur Erweiterung geschmiedet. Peters sprach aus, was viele fühlten: „Heute schlägt das alternative Herz wieder höher.“

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