Fahrradstadt Münster
20 Dinge, die jeder Fahrradfahrer in Münster kennt

Münster -

Zu jedem Münsteraner und zu jeder Münsteranerin gehört ein Fahrrad. Oder zwei. Oder drei. Neuankömmlinge haben es nicht immer leicht, sich inmitten der wuselnden Menge zurechtzufinden. Und auswärtige Autofahrer fahren schweißgebadet wieder gen Heimat. Was ihr über das Fahrradfahren in Münster wissen müsst:

Donnerstag, 02.06.2016, 18:06 Uhr

Fahrradstadt Münster: 20 Dinge, die jeder Fahrradfahrer in Münster kennt
Der 3. Juni ist der Europäische Tag des Fahrrades. Wir haben zusammengetragen, was das Fahrradfahren in Münster ausmacht und was man unbedingt beachten sollte. Foto: colourbox.de

1. Fahrradfahrer in Münster sind sich sicher: "Die Promenade ist der schönste Radweg der Welt."

Schaut ihn euch an: Zau-ber-schön:

2. Egal, wie eng der Fahrradweg und wie leer der Fußgängerweg ist: Es.wird.links.überholt!

3. Radfahren am Aasee-Ufer ist nur an ausgewiesenen Stellen erlaubt. Es hält sich allerdings kaum ein Fahrradfahrer an dieses Verbot.

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Foto: dpa

Das Aasee-Ufer ist ohnehin kein guter Radweg. Es sind einfach zu viele Jogger unterwegs. Und Fußgänger.


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Foto: Oliver Werner

Also lieber Fahrrad abstellen und die schöne Aussicht genießen. #justsayin'


4. Wer in den Luderikreisel hineinfährt und sich dann auch noch auf die zweite Spur traut, hat Nerven aus Stahl.

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Foto: Oliver Werner

5. Zebrastreifen an der Promenade: Anstatt ruhig abzusteigen und das Fahrrad über den Zebrastreifen zu schieben, springt der gemeine Münsteraner hastig vom Sattel und begibt sich getarnt als Fußgänger direkt auf die Straße.

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Foto: Lisa Fraszewski

#AutofahrerHassenDas

6. Das Wort "Pedalritter" kann hier niemand leiden. NIEMAND.

"Leezenritter" übrigens auch nicht.

7. Autofahrer und Fahrradfahrer: Sie mögen sich nicht besonders. Und wenn der Autofahrer zum Fahrradfahrer und der Fahrradfahrer zum Autofahrer wird...dann mögen sie sich ebenfalls nicht.

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Foto: Klaus Baumeister

8. Fußgänger am Prinzipalmarkt wiederum können Fahrradfahrer nicht besonders gut leiden.

Fußgänger, die sich auf den Fahrradweg stellen sind ein Graus für alle Fahrradfahrer. 

9. Senioren, die früher schon eine halbe Stunde vorher mit ihrer Klingel-Arie begonnen haben, düsen heutzutage - mir nichts, dir nichts - mit ihren E-Bikes an ihren jüngeren Mitradlern vorbei. 

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Foto: Günter Benning

10. Fahranfänger müssen die münsterischen Gepflogenheiten lernen. Und zwar schnell!

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Foto: dpa/Friso Gentsch

11. Wer sonst in Münster unterwegs ist und dann mal in einer anderen Stadt Fahrrad fährt, hält das Chaos vor Ort kaum aus. Falsche Straßenseite, zu langsam, zu unstrukturiert. Vielleicht sogar bei Rot über die Ampel gefahren?!

12. Münster hat mehr Fahrräder als Einwohner.

13. Hohe Temperaturen, Regen, Unwetter? Münsteraner holen die Leeze aus dem Keller und düsen los.

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Foto: Oliver Werner

14. Es gibt hier viele Fahrradpolizisten. Ohne Licht am Fahrrad solltet ihr euch gar nicht erst auf die Straße trauen.

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Foto: colourbox.de

15. Es ist nicht ungefährlich, in Münster am Verkehr teilzunehmen.

Aus der Polizeistatistik: 1.364 Verkehrsteilnehmer wurden im Jahr 2015 bei 1.166 Verkehrsunfällen verletzt, davon 235 schwer. Radfahrer waren 2015 an 710 Unfällen beteiligt, dabei wurden 631 verletzt und 2 Radfahrer getötet.

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Foto: Markus Lütkemeyer

„Ghost Bikes“ wie hier in Hiltrup, sollen in Nähe des Unfallortes an Radfahrer erinnern, die dort im Straßenverkehr tödlich verunglückt sind. 

16. Parkchaos: Wer sein Fahrrad in Münster am Juridicum, am Dom oder am Hauptbahnhof abstellt, findet es nur mit ganz viel Glück wieder.

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Foto: Günter Benning

17. Die Wahrscheinlichkeit, dass dir dein Fahrrad mindestens ein Mal geklaut wird, ist in Münster recht hoch. 

18. Florale Outfits? Können auch unsere Fahrräder.

19. Zu Weihnachten denken wir auch an die Deko fürs Rad.

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Foto: Matthias Ahlke

20. In Münster fährt jeder Fahrrad. Auch der Weihnachtsmann.

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Foto: Matthias Ahlke

Infografik: Deutschland auf 2 Rädern | Statista
Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

 

Münsters Fahrrad-ABC: Von A wie Ampel bis Z wie Zeit

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  • Alle Jahre wieder, zum Start des Wintersemesters, ist die Zeit der Frischlinge auf den Radwegen. Mit den neuen Studentinnen und Studenten erobern Tausende Neumünsteraner für sich die deutsche Fahrradhauptstadt. Für viele eine mitunter abenteuerliche Begleiterfahrung des Studienstarts. Hier für die Anfänger auf den Radwegen und alle Leezenliebhaber ein kleines Alphabet des Radverkehrs in Münster von unserer Redakteurin Karin Völker.

    Foto: dpa
  • A wie Ampel: Unbedingt beachten! Ampeln haben in Münster für Fahrradfahrer nicht bloß Empfehlungscharakter. Bei Rot also besser stehenbleiben. Erstens, weil alles andere gefährlich sein kann. Zweitens, weil als Strafe ein Punkt in der Flensburger Verkehrssünderkartei und 100 Euro Strafe drohen. Sehr empfindlich fürs studentische Portemonnaie.

    Foto: Colourbox.de
  • B wie Bürgersteig: Er ist in Münster den Fußgängern vorbehalten. Es gibt ja auch meistens Radwege.

    Foto: Colourbox.de
  • C wie cholerische Anfälle: Sie sind trotz des hier verbreiteten gemäßigten westfälischen Temperaments bei diversen Verkehrsteilnehmern bisweilen zu beobachten. Gilt das Geschimpfe einem selbst, am besten die Ruhe bewahren.

    Foto: Colourbox.de
  • D wie Diskussionen: Sollte man als Fahrradfahrer besser mit anderen Verkehrsteilnehmern nicht anfangen, erst recht nicht mit Polizisten. Diskussionen über die Sinnhaftigkeit von Verkehrsregeln sind zwecklos.

    Foto: Colourbox.de
  • E wie E-Bike: Das Fahrrad mit Batterieverstärkung ist auf Münsters Radwegen schwer im Kommen. Vorsicht vor dem beachtlichen Tempo – wenn sportliche junge Menschen von älteren Herrschaften überholt werden, ist oft ein Akku im Spiel.

    Foto: Oliver Werner
  • F wie Fußgänger: Sie verdienen Rücksicht und Freundlichkeit – auch wenn es mitunter erscheint, die Fußgänger liefen prinzipiell auf Radwegen.

    Foto: Colourbox.de
  • G wie Geschwindigkeit: Tempo 30 in Wohngebieten gilt auch für Radler!

    Foto: Colourbox.de
  • H wie Hamburger Tunnel: Er ist während des Bahnhofsumbaus zentrale Verkehrsachse von und zum Gleis und Ort der friedlichen Koexistenz zwischen Fußgängern und Fahrradfahrern.  Skeptiker staunen: Es funktioniert.

    Foto: Matthias Ahlke
  • I wie Irren: Es ist menschlich und kommt bei allen Verkehrsteilnehmern vor. Auch wenn das Fahrrad bewegungsfördernder und umweltfreundlicher ist als das Auto: Auch Autofahrer haben im Verkehr manchmal Recht.

    Foto: Colourbox.de
  • J wie Jugend: Das Radfahren in Münster ist keineswegs nur ihr Privileg. In Münster strampeln  auch viele über 80-Jährige noch durch die Stadt. Fahrradfahren ist hier eine generationsübergreifende Angelegenheit – mit vielen Geschwindigkeiten.

    Foto: Colourbox.de
  • K wie Klauen: Der Fahrradklau ist in Münster ein verbreitetes Übel, das die Stadt in der Kriminalitätsstatistik regelmäßig schlecht aussehen lässt. Ein wenig helfen solide Schlösser.

    Foto: Colourbox.de
  • L wie Ludgerikreisel: Für viele Radler ein neuralgischer Punkt. Die Polizei empfiehlt: beherzt auf der Mitte der Spur fahren. Autos kommen meistens auch nicht schneller vorwärts als Radler.

    Foto: Oliver Werner
  • M wie Meimel: Ein münsterischer Ausdruck für Regen – und zwar dessen langanhaltende Form, und damit einer der natürlichen Feinde des Fahrradfahrers. Trotz häufiger Meimelgefahr lässt man sich in Münster nicht so leicht aus dem Sattel vertreiben. Viele auch nicht durch Schnee und Frost: Es gibt hier extra Streufahrzeuge für die Radwege.

    Foto: Colourbox.de
  • N wie Nase: Sie hat der Radfahrer immer im Wind. Nicht ausgeschlossen, dass im Winter dabei mal eine Erkältung rauskommt. Aber was gibt es Schöneres, als im Frühling unter den blühenden Silberlinden auf der Promenade herzuradeln? 

    Foto: Colourbox.de
  • O wie Ordnungshüter: Die Kräfte von Stadt und Polizei schenken dem Radverkehr sehr viel Aufmerksamkeit, besonders zu Semesterbeginn. 

    Foto: Klaus Wiedau
  • P wie Parken: In Münster bisweilen auch für Fahrradfahrer nicht unproblematisch. Merke: Bürgersteige  gehören nicht zugestellt und immer merken, wo das Rad steht. Es soll Studenten geben, die ihre Leezen semesterlang gesucht haben.

    Foto: Colourbox.de
  • Q wie Quälerei: Kommt sogar im Fahrradparadies Münster vor – vor allem immer dann, wenn man Pannen hat.  Zum Glück gibt es an fast jeder Ecke einen Fahrradladen, der helfen kann.

    Foto: Colourbox.de
  • R wie Rücklicht: Sollte unbedingt ebenso wie das Vorderlicht funktionieren. Wenn man nicht selbst kontrolliert, ob es brennt – die Polizei tut es ohnehin und verteilt gegebenenfalls Knöllchen.

    Foto: Colourbox.de
  • S wie Stau: Gibt es in Münster, speziell während der Semesterzeiten auch auf Radwegen. Hier hilft nur Geduld.

    Foto: Colourbox.de
  • T wie Trunkenheit: Auch wer sich noch mit 1,6 Promille Alkohol im Blut für fahrtüchtig hält: Lieber das Rad schieben! Denn auch Fahrradfahrer erwarten Alkoholkontrollen durch die hiesige Polizei. Kein Scherz: Im Extremfall werden Fahrradfahrverbote verhängt.

    Foto: Colourbox.de
  • U wie Unfälle: Sie passieren leider – trotz vieler Maßnahmen der Verkehrsplaner und Polizei immer noch zu häufig. Ein Helm kann manchmal das Schlimmste verhindern. 

    Foto: Colourbox.de
  • V wie Vorsicht: Auch defensive Radfahrer kommen ans Ziel, mitunter sogar schneller als die Draufgänger.

    Foto: Colourbox.de
  • W wie Waschanlage: Luxus, wenn man seinem Drahtesel mal was Gutes will. Gibt es tatsächlich speziell für Fahrräder – im Fahrradparkhaus am Bahnhof.

    Foto: Presseamt/Joachim Busch
  • X&Y sind die Unbekannten und stehen für das Unerwartete beim Radfahren – zum Glück ist das nicht nur der plötzliche Plattfuß. Es gibt auch den Flirt beim Warten an der roten Fahrradampel. . .

    Foto: Colourbox.de
  • Z wie Zeit: Wer in Münster Rad fährt, spart meistens kostbare Minuten. Faustregel: Je näher man sich im Stadtkern bewegt, desto größer die Zeitersparnis. Autofahrer kommen fast immer langsamer ans Ziel.

    Foto: Colourbox.de

 


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