Fr., 03.06.2016

Weitere Details zum Theologie-Campus Uni Münster plante multi-religiösen Komplex

Islamische Theologie soll künftig an der Uni den Status einer eigenständigen Fakultät bekommen. Das schlägt eine Arbeitsgruppe unter Leitung von Prof. Dr. Janbernd Oebeecke (l.) vor.

Islamische Theologie soll künftig an der Uni den Status einer eigenständigen Fakultät bekommen. Das schlägt eine Arbeitsgruppe unter Leitung von Prof. Dr. Janbernd Oebeecke (l.) vor. Foto: Gutes Morgen Münster

Münster - 

Der neue Theologie-Campus der Uni ist Teil einer weitreichenden Planung für die Zukunft. Hier die Details.

Von Klaus Baumeister

Acht Seiten stark ist der Abschlussbericht , den eine Arbeitsgruppe der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) unter Leitung des Juristen Prof. Dr. Janbernd Oebbecke zur Schaffung eines Theologie-Campus an der Uni Münster erarbeitet hat. Das Konzept sieht die räumliche Zusammenfassung der katholisch-theologischen Fakultät, der evangelisch-theologischen Fakultät sowie des Zentrums für islamische Theologie vor.

Als Standort kommt ein 9000 Quadratmeter großer Neubau an der Robert-Koch-Straße in Frage, der etwa 2020 fertig gestellt sein soll.

Unser Zeitung liegt das sehr wegweisende Papier vor. Hier die zentralen Informationen:

► Die zehnköpfige Arbeitsgruppe misst der „wissenschaftlichen Befassung mit Religion und der theologischen Ausbildung“ eine hohe Bedeutung zu. Sollte sich in Deutschland künftig eine „akademische Ausbildung für Buddhismus und/oder Hinduismus“ etablieren, wäre die Uni Münster „wegen ihrer Expertise im Umgang mit Theologien“ dafür ein geeigneter Standort.

► Zwischen den katholischen, evangelischen und muslimischen Theologen gibt es nach Ansicht der Arbeitsgruppe „fachimmanente thematische Bezüge“, so dass eine gemeinsame räumliche Unterbringung sinnvoll sei. Sie würde „gute Bedingungen“ für eine Verbesserung von Lehre und Forschung bieten.

► Die Arbeitsgruppe regt an, weitere Fächer und Institute, die Berührungspunkte zu den Theologien aufweisen, sich aber nicht „über ihren Religionsbezug definieren“, in der Nähe des neuen Theologen-Campus an der Robert-Koch-Straße anzusiedeln. Konkret werden unter anderem folgende Einrichtungen genannt: Zentrum für Religion und Moderne, Arabistik, Judaistik, altorientalische Philologie, vorderasiatische Altertumskunde, Ägyptologie, Koptologie, Byzantinistik und die Geistesgeschichte des Vorderer Orients in nachantiker Zeit.

► Im Zuge der Neustrukturierung soll das Zentrum für islamische Studien aus dem Zentrum für religionsbezogene Studien herausgelöst werden und eine eigenständige Fakultät werden.

► Weiter regt die Arbeitsgruppe an, dass der Lehrstuhl für orthodoxe Theologie der katholisch-theologischen Fakultät zugeordnet wird. Dafür ist aber noch die Zustimmung der katholischen und der orthodoxen Kirche erforderlich.

Meinung

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Wie aus dem Bericht weiter hervorgeht, bestand bei den wesentlichen Vorschlägen der Arbeitsgruppe ein Einvernehmen bei den zehn Mitgliedern.

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