Hobbykoch aus Münster bei der „Küchenschlacht“
Die Currywurst war Christian Hölkers Schicksal

Münster -

Christian Hölker, Hobbykoch aus Münster, gewann im ZDF-Fernsehstudio bei der Kochshow „Küchenschlacht“ mit Johann Lafer. Bei der anschließenden Champions-Qualifikation scheiterte er dann ausgerechnet an einer Beilage zur Currywurst.

Sonntag, 24.07.2016, 15:07 Uhr

Hobbykoch Christian Hölscher (rechts im blauen Jeanshemd neben Johann Lafer) konnte bei der „Küchenschlacht“ im ZDF alle Studio-Kandidaten ausschalten. Bei der anschließenden Champions-Qualifikation allerdings scheiterte er dann an der Beilage zur selbst gemachten Currywurst.
Hobbykoch Christian Hölker (rechts im blauen Jeanshemd neben Johann Lafer) konnte bei der „Küchenschlacht“ im ZDF alle Studio-Kandidaten ausschalten. Bei der anschließenden Champions-Qualifikation allerdings scheiterte er dann an der Beilage zur selbst gemachten Currywurst. Foto: Privat

Er war auf dem besten Weg, zum besten Hobbykoch Deutschlands 2016 gekürt zu werden. Doch dann scheiterte Christian Hölker bei der Champions-Qualifikation in der ZDF-Kochsendung „Die Küchenschlacht “ ausgerechnet an einer simplen Currywurst . Genauer gesagt, noch nicht mal an dem vor laufender Kamera gebrutzelten Grill-Liebling aus eigener Herstellung, sondern an der Beilage.

„Ich habe im Dinkelbrot die Hefe vergessen, und dann ging alles schief, leider“ sagt der 32-jährige Münsteraner, der als Reha-Sachbearbeiter bei der Deutschen Rentenversicherung arbeitet. Als Finalsieger hätte er immerhin 25.000 Euro einkassiert. So bleiben nur die Erinnerungen an „tolle Tage im Studio“

Hölker war schon als "Topfgeldjäger" erfolgreich

Schon vor drei Jahren machte Hölker, der daheim an der Dechaneistraße auch seine Freundin Jana Pörschke mit Köstlichkeiten vom eigenen Herd begeistert, bei der Show „Topfgeldjäger“ mit und sicherte sich für sein Schweinekotelett immerhin 1000 Euro. Im Frühjahr dann der Anruf vom ZDF , und Hölker zögerte nicht lange.

Im Wettbewerb mit fünf Hobbyköchen stellte er sich in einem Hamburger Studio an den Herd. „Da waren Leute dabei, die schon beim Perfekten Dinner gewonnen hatten oder in den Endrunden der ganz großen Kochshows standen. Viel ausgerechnet habe ich mir da offen gestanden nicht“, erinnert sich Hölker.

Christian Hölker am heimischen Herd in der Dechaneistraße zusammen mit Freundin Jana Pörschke.

Christian Hölker am heimischen Herd in der Dechaneistraße zusammen mit Freundin Jana Pörschke. Foto: hpe

Moderation: Johann Lafer

Kurz vor dem Studiotermin schickte er der Redaktion seine Rezepte, die Produktionsfirma besorgte alle Zutaten, ein Hotelzimmer für vier Tage, und dann ging es unter der Regie von Sterne-Koch Johann Lafer in die Küchenschlacht an Pfannen und Töpfen.

Mit seinem cross gebratenen Lachs, der selbst gemachten Tagliatelle mit Wermut-Prosecco, einem Mango-Mozzarella-Avocado-Salat, Knusper-Garnelen und einem T-Bone-Steak an getrüffeltem Spitzkohl schaltete Hölker im Duell „jeder gegen jeden“ alle Kontrahenten nach und nach aus.

Seeteufel mit Mocca-Küchlein besschert die Champions-Quali

Am letzten „Schlachttag“ dann fabrizierte er nach Lafers Vorgaben zur Krönung einen Seeteufel mit Mocca-Küchlein. Seine letzte noch im Rennen verbliebene Konkurrenzköchin versalzte den Kuchen, und damit hatte es Hölker geschafft und die Champions-Quali erreicht.

Kameras machten den Münsteraner nervös

Auch in dieser zweiten Runde lief alles nach Plan, bis die Currywurst dran war. „An dem Tag ist einfach alles schief gelaufen. Plötzlich sah ich die Kameras, die ich an den anderen Studiotagen vorher gar nicht wahrgenommen hatte. Und wurde nervös. Selbst die Anfeuerung meiner Freundin, die in der ersten Zuschauerreihe saß, hat nicht mehr geholfen“, so der Hobbykoch.

„Wir haben viele Stunden mit Johann Lafer verbracht, ein witziger Kerl", sagt Christian Hölker.

„Wir haben viele Stunden mit Johann Lafer verbracht, ein witziger Kerl", sagt Christian Hölker. Foto: Screenshot

Der Finalsieg wurde zwar verpasst, aber dafür neue Freundschaften geschlossen. „Wir haben viele Stunden mit Johann Lafer verbracht, ein witziger Kerl. Und weil es immer um Rezepte, nicht aber die Personen hinter dem Herd ging, hat mich dieses Sendeformat auch überzeugt“, sagt der Rentenfachmann.

"Jetzt koche ich nur noch daheim"

Die „Wohlfühl-Atmosphäre im Studio“ fehle ihm jetzt zwar, dennoch möchte er nicht noch einmal als angehender Fernsehkoch im Rampenlicht stehen. „Es waren schöne Erfahrungen und tolle Tage in Hamburg. Aber jetzt koche ich nur noch daheim, für meine Freunde und mich!“

Auch Jana Pörschke erinnert sich gern an die aufregende Tage schon vor der Fahrt nach Hamburg. „Wir haben daheim am Herd unsere Rezeptvorschläge natürlich ausprobiert. Das war schon spannend.“ Sie überlässt ihrem Christian ohnehin das Kochen, „weil er es einfach besser kann“. Lachs und Nudelvariationen sind übrigens die Lieblingsspeise.

In zwei Wochen ist Hochzeit

In Hamburg blieb aber immerhin noch Zeit, die dort bei einem Juwelier bestellten Eheringe abzuholen. In zwei Wochen ist Hochzeit. Für die Gäste wird der Bräutigam dann aber nicht selbst am Herd stehen. Die „Küchenschlacht“-Folgen vom 4. bis 8. Juli mit Hölker können in der ZDF-Mediathek angeschaut werden. 

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