Mi., 04.01.2017

Serie Highspeed: Vernetzen und fördern Ein Hub für die digitale Welt

Thomas Malessa (l.) und Aufsichtsratsvorsitzender Matthias Günnewig wollen mit dem „Digital Hub münsterLAND“ die Digital-Branche in der Region voranbringen.

Thomas Malessa (l.) und Aufsichtsratsvorsitzender Matthias Günnewig wollen mit dem „Digital Hub münsterLAND“ die Digital-Branche in der Region voranbringen. Foto: bn

Münster - 

Die Zukunft der Wirtschaft ist digital. Aber die Strukturen dafür stimmen oft nicht. Der Verein münsterLAND.digital will das ändern. Sein erstes Projekt ist der „Digital Hub münsterLAND“.

Von Günter Benning

Thomas Malessa (51) hat einen Hub in der Tasche. Und wer jetzt schon nicht weiß, was das ist, ein Hub, gehört vielleicht zu den Altmodischen, den Verlorenen unseren neuen digitalen Welt. Auch ihnen will der Geschäftsführer des Vereins „münsterLAND.digital“ mit seinem Projekt „Digital Hub münsterLAND“ helfen.

Ein Hub, das ist eine Art Mehrfachsteckdose, die Computer miteinander vernetzt. Vernetzen und fördern, das soll das Projekt, für das vom Land eine dreijährige Anschubfinanzierung gewährt wurde. Verlängerung möglich.

Malessa legt einen kleinen Demonstrations-Hub auf den Tisch, ein Kabel hinten, vier Steckdosen vorn. Natürlich geht es ihm um mehr als kleine Computernetze. 80 Firmen und Institutionen der Region haben den münsterLAND.digital-Verein mitgegründet.

Für sie alle geht es, sagt der Vorsitzende, „nicht um eine politische Diskussion, sondern um eine wirtschaftliche Notwendigkeit“.

Die Zukunft ist digital. Es gibt in ganz Deutschland viele Ideen dazu. „Aber vieles ist nicht zu Ende gedacht“, sagt Malessa, der zuvor 17 Jahre bei der „d.velop AG“ in Gescher die Disziplin kennengelernt hat. Dort werden komplexe EDV-Lösungen für Firmen entwickelt.

Beispiel: „ VW muss ein Software-Update machen, und 100 000 Autos müssen in die Werkstatt“, sagt Malessa, „Tesla macht das automatisch – über Nacht.“

Digitale Wirtschaft, das heißt, vernetzt lernen und denken. Thomas Malessa will dafür Workshops und Schulungen veranstalten, nicht nur in Münster, sondern in der ganzen Region.

Der Verein mit seinen derzeit vier Mitarbeitern eröffnet Mitte des Monats sein neues Büro im Kreativhafen. Gestartet ist er in der umgebauten Dreifaltigkeitskirche.

Matthias Günnewig, Aufsichtsratschef des Vereins und Geschäftsleiter der münsterischen Technologieförderung, ist sich sicher, dass Münster mehr Potenzial im Digitalbereich habe.

Gerade junge Start-Ups brauchten aber mehr Kapital, um ihre Ideen zu verwirklichen. Der Zugang dazu sei etwa in Berlin deutlich leichter.

Günnewig: „Wir haben in Münster tolle Leute, die Geld haben. Wir müssen sie dazu bringen, das Geld für neue Ideen auszugeben.“

Zum Thema

In der Serie „High Speed“ stellen wir Unternehmen aus Münsters Digital-Branche vor. Wer dazu Anregungen hat, wende sich an guenter.benning@zeitungsgruppe.ms

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