Di., 17.01.2017

AfD-Empfang Sicherheitsdienst soll für Ruhe sorgen

Im Rathausfestsaal will die AfD am 10. Februar 2017 ihren Neujahrsempfang mit Frauke Petry abhalten. 

Im Rathausfestsaal will die AfD am 10. Februar 2017 ihren Neujahrsempfang mit Frauke Petry abhalten.  Foto: dpa, Oliver Werner; Montage: gap

Münster - 

Beim AfD-Neujahrsempfang im Rathausfestsaal soll ein Sicherheitsdienst der Partei etwaige Störer aus dem Saal begleiten. Die Gegendemonstranten feilen vor dem Rathaus an einer größeren Kundgebung.

Von Dirk Anger

Der Neujahrsempfang der „Alternative für Deutschland“ am 10. Februar um 19 Uhr im Rathausfestsaal wird nach Aussage von AfD-Ratsherr Martin Schiller von einem parteieigenen Sicherheitsdienst geschützt. „Wir sind vorbereitet“, sagt Schiller mit Blick auf mögliche Störmanöver im Saal. Zu der öffentlichen Veranstaltung werden AfD-Bundessprecherin Frauke Petry sowie ihr Ehemann Marcus Pretzell, der zugleich NRW-Landeschef ist, erwartet.

Nach einem Abstimmungsgespräch mit Verantwortlichen der Stadtverwaltung darf die AfD gut 300 Interessierte in den Rathausfestsaal lassen. Auf der Internetseite der Partei wurde ein Anmeldeformular mit dann folgender Einlassbestätigung bereit gestellt. Daneben werden nach Schillers Worten fälschungssichere Einladungskarten verschickt. Dennoch erwartet man auf Seiten der rechtspopulistischen Partei auch „Störer, die reinkommen“.

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Mit Blick auf die Demonstration gegen den AfD-Neujahrsempfang, die vom Bündnis „Keinen Meter den Nazis“ vor dem Rathaus geplant ist, sagt Schiller: „Wir hoffen, dass es friedlich bleibt.“ Die Gegner hätten das Demonstrationsrecht, „wir haben das Versammlungsrecht“, so der Ratsherr. Gewalt oder Eierwürfe seien jedenfalls kein Mittel der Auseinandersetzung.

Auf dem Prinzipalmarkt muss die Polizei dafür Sorge tragen, dass den AfD-Mitgliedern trotz der insgesamt zwei angemeldeten Kundgebungen der Zugang zum Rathaus möglich bleibt.

Das Bündnis „Keinen Meter den Nazis!“ ruft anlässlich des Neujahrsempfangs öffentlich zu Gegenprotesten auf. Mit einer Kundgebung ab 17.30 Uhr direkt vor dem Rathaus und einem breiten künstlerischen und musikalischen Rahmenprogramm will das Bündnis nicht nur inhaltlich, sondern auch kulturell einen klaren Gegenentwurf zur rassistischen Programmatik der AfD setzen, wie es in einer Ankündigung heißt.

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