Die Linke
Forderung: „Pro Jahr 3000 neue Wohnungen“

Münster -

Dringend wird bezahlbarer Wohnraum gesucht – auch in Münster: Jährlich bis zu 3000 neue Wohnungen fordert deshalb Rüdiger Sagel, Vorsitzende der Ratsfraktion der Linken.

Mittwoch, 01.02.2017, 11:02 Uhr

Dringend gesucht – auch in Münster:  bezahlbarer Wohnraum. 
Dringend gesucht – auch in Münster:  bezahlbarer Wohnraum.  Foto: dpa

2000 neue Wohnungen sollen künftig pro Jahr in Münster errichtet werden, empfiehlt die „ Planungswerkstatt 2030“. Angesichts der absehbaren Zunahme der Bevölkerungszahl ist das viel zu wenig, kritisiert der Vorsitzende der Ratsfraktion der Linken, Rüdiger Sagel .

Er fordert, jährlich bis zu 3000 Wohnungen zu bauen. Zudem kritisiert er, dass die Planungswerkstatt Planungen für einen neuen Stadtteil nicht weiter verfolgen will. Dies sei „völlig abwegig“, so Sagel am Dienstag in einem Pressegespräch. „Eine solche Option darf man nicht ausklammern. Die Infrastruktur der bestehenden Stadtteile ist zum Teil schon jetzt überlastet.“

Über höhere Gebäude nachdenken

Damit das Ziel gelingt, sollte das städtische Tochterunternehmen Wohn- und Stadtbau finanziell besser ausgestattet werden. So sollte es mehr Geld für Grundstücksankäufe geben. Auch das Ziel, 300 neue Sozialwohnungen pro Jahr zu bauen, kritisiert Sagel. Stattdessen sollten mindestens 500 Wohnungen jährlich entstehen – „und das über einen langen Zeitraum“.

Mit 80 Prozent seien die münsterischen Flüchtlingseinrichtungen nach wie vor stark belegt. „Wir brauchen mehr dauerhafte Einrichtungen“, appelliert Sagel – anderenfalls seien Engpässe zu befürchten, sollten mit einem Mal wieder mehr Flüchtlinge nach Deutschland kommen.

Bei Neubauten müsse man grundsätzlich auch über höhere Gebäude nachdenken. „Wir leben schließlich in einer wachsenden Stadt.“

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