Di., 07.02.2017

Großbaustelle im Mauritzviertel OFD-Abriss in Rekordzeit

Der Abriss an der alten Oberfinanzdirektion geht schneller, als erwartet. Bauleiter Antonio Lanzar-Toré (kleines Bild) hofft, bis Ende März mit dem Abbruch des Gebäudekomplexes fertig zu sein.

Der Abriss an der alten Oberfinanzdirektion geht schneller, als erwartet. Bauleiter Antonio Lanzar-Toré (kleines Bild) hofft, bis Ende März mit dem Abbruch des Gebäudekomplexes fertig zu sein. Foto: hpe

Münster - 

Der Abbruch der alten Oberfinanzdirektion geht schneller als erwartet. Weil gleich zwei Riesenbagger parallel im Einsatz sind, soll schon Ende März alles platt sein an der Andreas-Hofer-Straße.

Von Helmut P. Etzkorn

Es sieht aus wie nach einem Luftangriff. Aber das Chaos aus geborstenen Stahl, durchtrennten Betonplatten und abgestürzten Etagen ist gewollt und exakt geplant: Der Abriss der alten Oberfinanzdirektion geht schneller, als erwartet. „Wir sind dem Zeitplan voraus und Ende März ist hier alles platt“, sagt Antonio Lanzar-Toré, verantwortlich für den Rückbau an der Andreas-Hofer-Straße .

Fotostrecke: Abriss der Oberfinanzdirektion

150 Tonnen-Bagger an der Großbaustelle

Weil zwei 150 Tonnen-Bagger mit hydraulischen Abbruchscheren zeitgleich an dem Koloss knabbern, geht es zügig vorwärts und jeden Tag sieht die Großbaustelle anders aus. Der rechte Treppenturm ragt inzwischen wie eine riesige Säule aus dem Trümmerhaufen. Er wird ausnahmsweise am Wochenende abgetragen, weil dann nebenan in der Gesamtschule Münster-Ost schulfrei ist.

Für Schulleiterin Birgit Wenninghoff halten sich die Beeinträchtigungen der Baustelle in Grenzen: „Vom Lärm kriegen wir wenig mit, lediglich der Staub nervt. Aber dann fahren wir halt den Wagen einmal in der Woche durch die Waschanlage und freuen uns, weil wir bald auf dem alten OFD-Gelände eine neue Schule bekommen.“

Auch in der Fürstin-von-Gallitzin-Realschule am anderen Ende des Abrissgeländes ist Schulleiterin Andrea Preuß recht zufrieden mit den Absprachen: „In den großen Pausen werden die Bagger abgestellt und weil im Winter die Fenster meist zu sind, kriegen wir auch von dem Lärm nicht ganz so viel mit.“

Nur zehn Arbeiter werden benötigt

Auf der Baustelle selbst werden nur zehn Arbeiter benötigt. Baggerführer und Bauhelfer, die für die Wasserkanonen zuständig sind. „Wir haben die maximal mögliche Technik im Einsatz, um Staubbildung zu reduzieren. Ganz ohne geht es aber nicht, deshalb hoffen wir auf Nieselregen“, so Lanzar-Toré.

Weil nur Scheren und keine Stemmhammer zum Einsatz kommen, bleibt auch die Geräuschkulisse erträglich. Betonteile fallen in ein Schuttbett, deshalb sind auch die Erschütterungen eher unauffällig. Messgeräte kontrollieren das in den Schulen und der ehemaligen Kaserne. „Die Grenzwerte wurden noch nie erreicht“, so der Bauleiter. Insgesamt werden 19 000 Kubikmeter Stahlbeton und Mauerwerk beseitigt.

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