Mo., 13.02.2017

Dahea Joung gewinnt Finale des Steinway-Wettbewerbs Virtuoses Donnerwetter

Steinway-Förderpreis 2017 im Pianohaus Micke (v.l.): Vasil Topalov (Klasse Peter von Wienhardt), 2. Preisträger Junhee Kim (Arnulf von Arnim), 1. Preisträgerin Dahea Joung (Michael Keller), 3. Preisträgerin Jinman Li (Manja Lippert) und Xinghao Wang (Clemens Rave)

Steinway-Förderpreis 2017 im Pianohaus Micke (v.l.): Vasil Topalov (Klasse Peter von Wienhardt), 2. Preisträger Junhee Kim (Arnulf von Arnim), 1. Preisträgerin Dahea Joung (Michael Keller), 3. Preisträgerin Jinman Li (Manja Lippert) und Xinghao Wang (Clemens Rave) Foto: spe

Münster - 

Wie gewinnt man einen Steinway-Förderpreis? Mit einer spannenden, meisterhaften Interpretation von Rachmaninows zweiter Klaviersonate!

Von Lukas Speckmann

Dahea Joung geht volles Risiko ein, als sie für die Endrunde des Wettbewerbs nichts anderes als diesen spätromantischen Achttausender anbietet; ein aufwühlendes Riesenwerk mit dem Feuer und der Klangfülle eines Klavierkonzerts. Dahea Joungs leidenschaftliches, farbiges Spiel hält das Werk fest zusammen; die Schülerin von Prof. Michael Keller hat sogar noch Kraftreserven für eine atemberaubende Stretta.

Die Jury um Prof. Elena Margolina-Hait ( Musikhochschule Detmold ), Prof. Ulrich Rademacher (Westfälische Schule für Musik) und Holger Blüder (Musikschule Beckum-Warendorf) hat kein leichtes Spiel bei der Vergabe des von Beresa gestifteten ersten Preises (1000 Euro). Denn das Niveau der Endrunde im Pianohaus Micke ist vorzüglich, und die fünf Finalisten – Studierende der Musikhochschule, die sich bereits hochschulintern qualifiziert hatten – steigen mit den großen Brocken der Literatur in den Ring.

Da fällt Vasil Topalov (Klasse Peter von Wienhardt) mit seiner mutigen Interpretation der kleinen Fis-Dur-Sonate von Beethoven schon aus dem Rahmen. Xinghao Wang (Klasse Clemens Rave) konzentriert sich mit Gespür für Takt und Klangkultur auf die Valses nobles von Ravel.

Spontanen Beifall gibt es für Jinman Li (Klasse Manja Lippert), die sich mit Ravels Scarbo, vor allem aber mit einer akrobatisch kurzweiligen zweiten Ungarischen Rhapsodie von Liszt vorstellt – und dafür den dritten Preis (250 Euro) erhält.

Die zauberhafte Eröffnung des Abends bleibt nachhaltig im Gedächtnis: Der Arnulf-von-Arnim-Schüler Junhee Kim spielt Ravels Ondine mit hinreißender Zartheit – und bittet anschließend mit viel Delikatesse und diabolischer Spielfreude zum Totentanz von Liszt-Saint-Säens. Schöner hat selten ein Hahn auf dem Zeigefinger gekräht. Der zweite Preis (500 Euro) ist redlich verdient.

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