Sa., 04.03.2017

Premiere für das „Münstercamp“ Innovationsevent im Kreativ-Haus

Premiere für das „Münstercamp“ : Innovationsevent im Kreativ-Haus

Die Teilnehmer des ersten Münstercamps. Foto: Jan Steinberg

Münster - 

Rund 100 Teilnehmer tauschten sich auf der ersten Unkonferenz zur digitalen Zukunft Münsters aus und legten den Grundstein für die weitere Vernetzung hieran arbeitender lokaler Akteure.

Nun hat auch Münster seine „Unkonferenz“: Das Münstercamp, das am vergangenen Freitag im Kreativ-Haus Münster mit rund 100 Teilnehmern seine Premiere feierte, bringt den zeitgemäßen Ansatz eines offenen Austausches in unsere Stadt. „Nicht nur in der Kreativwirtschaft oder in Online-Agenturen hat sich das Konferenzformat Barcamp, bei dem die Teilnehmer die Agenda bestimmen, etabliert“, erläutert Initiator Kai Heddergott, der als Kommunikationsberater in Münster tätig ist. Auch in Unternehmen, die etwa im Zuge des Digitalen Wandels Veränderungsprozesse gestalten müssen, finden zunehmend interne Barcamps statt.

Der innovative Ansatz: Es gibt keine Tagesordnung. Die Inhalte bestimmen die Teilnehmer selbst, indem sie zu Beginn Themenvorschläge machen und abgefragt wird, welche bei den anderen Barcamp-Besuchern Interesse finden. Nach einer Vorstellungsrunde und dem gut halbstündigen, so genannten Pitch steht das Tableau für den ganzen Tag. „Wir hatten ganz schnell über 20 Vorschläge für die einzelnen Sessions. Für uns als Veranstalter war in diesem Moment klar: Die Veranstaltung steht“.

Netzwerken in Gang bringen

Gerade Barcamp-Neulinge können sich nicht vorstellen, dass eine Konferenz ohne Programm funktionieren kann. Seitens der Ausrichter gilt es, im Tagesverlauf ein gutes Catering und genügend Räume für die einzelnen Sessions bereitzustellen – und ein Oberthema auszuwählen, das die Teilnehmer aktiviert. „In einem solchen Umfeld ist es ohne Weiteres möglich, auch nur mit Barcamp-Novizen eine interessante Veranstaltung zu kreieren. Entscheidend ist die Bereitschaft der Teilnehmer sich auch bei Sessions anderer aktiv einzubringen“. Das Kreativ-Haus, das 2017 sein 40jähriges Jubiläum feiert, war sofort bereit, als Partner Räume zur Verfügung zu stellen. Im Schulterschluss ermöglichten die weiteren Partner SuperBioMarkt, das Unternehmen Buschmann und der Catering-Service Glückskind die erfolgreiche Durchführung des ersten Münstercamps. „Wir haben das Münstercamp als vierköpfiges Team ehrenamtlich organisiert, weil wir das Meinung waren, das ein solches Vene in Münster noch fehlt“, erläutert Kai Heddergott die Motivation, das Barcamp durchzuführen.

Themen des ersten Münstercamps: Wie kann und sollte sich Münster digital darstellen? Wie können Unternehmen sich präsentieren, welche Akteure sorgen für eine gute Darstellung des Standorts? Und wie lassen sich Impulse für das Stadtmarketing durch digitale Kommunikation nutzen? Letztlich diente die Veranstaltung auch dazu, die Akteure in Münster und Umgebung überhaupt einmal zusammenzuführen und den Austausch und das Netzwerken in Gang zu bringen. Der Name „Barcamp“ setzt sich übrigens aus Begriffen aus der Programmierwelt und ersten Veranstaltungen im Silicon Valley zusammen – somit aus einem originär innovativen Umfeld.

„Das Münstercamp ist nicht das erste Barcamp, das in Münster stattgefunden hat“, räumt Kai Heddergott ein. An der Uni Münster gab es 2013 schon das WWU-Camp und bereits zweimal wurde das StARTCamp zu den Themen Kunst, Kultur und Museen durchgeführt – unter anderem unter Mitwirkung des Münstercamp-Co-Organisators Jan Graefe. „Aber das Münstercamp ist das erste Barcamp, das sich unsere Stadt zum Thema gesetzt hat“.

Initialzündung für weitere Aktivitäten

Einen ganzen Tag lang haben sich die Teilnehmer, die aus Industrie- und Handelsunternehmen, öffentlichen Einrichtungen und Verwaltungen, Kreativ- und Online-Agenturen sowie Kultureinrichtungen stammten, mit Münsters digitaler Präsenz auseinander gesetzt. Ein zentrales Ergebnis: Unter dem Sammelbegriff – neudeutsch und der Digitalkommunikation verpflichtet: Hashtag – „#Münsterdigital“ werden die Teilnehmer sich in Zukunft bei weiteren Anlässen zusammensetzen und weiter austauschen. Somit war das Münstercamp auch eine Initialzündung für weitere Netzwerkaktivitäten. Im Internet lässt sich das Event sogar navollziehen, denn es gehört zum guten Ton, während des Barcamps auf Twitter, Facebook, Instagram und Co. zu erzählen, was in den Sessions diskutiert wird.

Mehr zum Thema

Interessierte finden die Beiträge vor allem hierhttp://bit.ly/Münstercamp2017

Rückblick und Infos unter www.muenstercamp.de

„Aktuell kümmert sich ja bereits der Digital Hub münsterLAND als Teil einer Förderinitiative des Landes Nordrhein-Westfalen vor Ort um das Thema Digitalisierung“, beschreibt Münstercamp-Inititator Kai Heddergott das Umfeld der Vernetzungsaktivitäten in der Stadt. Und auch das Format 12min.me wird in Kürze seine Premiere haben und mit spannenden Kurzvorträgen Innovationen und digitale Technologien zum Thema machen. Derzeit ist also einiges los in Sachen Digitalisierung los in Münster.

„Wir bieten mit dem Münstercamp künftig einen Ort für den offenen Austausch zu den vielfältigen Themen rund um die Digitalisierung – das Münstercamp 2018 ist quasi beschlossene Sache“, beschreibt Heddergott die Perspektiven für die Münsteraner Unkonferenz. „Und die Stimmung und die Rückmeldungen bei der Premiere zeigen uns: Wir dürfen uns als das ‚Barcamp mit Herz‘ bezeichnen“. Insofern hat bei aller Digitalisierung der persönliche Austausch noch Vorrang. Gute Aussichten also für die digitale Zukunft in und aus Münster.

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